Während der Bitcoin-Kurs aktuell keine allzu großen Sprünge wagt, entwickelt sich das Blockchain-Ökosystem stetig weiter. So hat nun die Australian Securities Exchange, also die Wertpapierbörse Australiens, ein Memorandum of Understanding unterzeichnet (MoU). Dieses sieht vor, künftig die Distributed-Ledger-Technologie als technologische Grundlage zu verwenden.

Dementsprechend arbeitet die australische Wertpapierbörse künftig mit den Technologie-Unternehmen Digital Asset und VMware zusammen. In Zusammenarbeit will man auf die technologische Grundlage von Bitcoin setzen. Damit sollen die Bereiche wie Datensicherheit, Privatsphäre und Sicherheitsstandards besser eingehalten werden können.

In der zugehörigen Pressemitteilung heißt es:

[…] die Partnerschaft wird die Möglichkeiten stärken, die Finanzdienstleistungsbranche zu stärken, indem sie die [Blockchain-]Infrastruktur nutzt, um neue Services und Innovationen zu kreieren, die über Clearing und Settlement hinaus gehen. Es wird [die Unternehmen] außerdem dazu befähigen, DLT-Lösungen auch für Kunden außerhalb Australiens und Neuseelands anzubieten.

So gehe es jetzt noch darum, die rechtlichen Grundlagen auszuloten und diese in das Projekt zu integrieren. Dazu Peter Hiom von der australischen Wertpapierbörse:

Diese neue Partnerschaft ist eine sehr positive Entwicklung, die uns dabei helfen wird, eine größere Bandbreite an DLT-Lösungen aus der Industrie zu unterstützen. Das bestätigt unseren Glauben an das Potential der DLT und wir sorgen für einen Ersatz von CHESS [dem aktuellen System] bis März-April 2021.

Ähnlich sieht das Yuval Rooz, CEO des Partner-Unternehmens von Digital Asset:

Wir erreichen weiterhin unsere Meilensteine, um eine produktionsreife, skalierbare, Distributed-Ledger-Lösung für CHESS zu schaffen.

Das Bitcoin-Ökosystem in Australien

Erst im Mai wurde bekannt, dass Australien die Regulierung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen in Down Under künftig enger fassen will. So hieß es vonseiten der australischen Steuerbehörde, dass man Steuerzahlern künftig bei der Versteuerung von Bitcoin & Co. unter die Arme greifen wolle. Nach aktuellem Stand will die Behörde Daten mit Krypto-Börsen austauschen, um Steuerbetrug mit Kryptowährungen vorzubeugen.