Ripple will mit dem RippleNet und der Kryptowährung XRP eine Lösung für den internationalen, grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr bieten. Mit PNC Treasury Management bekommt das Unternehmen nun laut eigenen Angaben den ersten US-Bankenpartner, der die Blockchain-Lösung verwendet.

Ripple soll Zahlungsverkehr verbessern

Das PNC Treasury Management, Finanzdienstleister aus dem US-Staat Pennsylvania, wird künftig die Ripple-Technologie verwenden, um damit grenzüberschreitende Zahlungen zu tätigen. Wie aus einem Bericht von Fintech Futures hervorgeht, ist PNC damit die erste US-Bank, die internationale Zahlungen über das RippleNet in Echtzeit durchführt. Damit sollen internationale Partner die Möglichkeit bekommen, ihren Zahlungsverkehr zu optimieren.

PNC hatte seine Pläne, künftig das RippleNet zu verwenden, bereits im September 2018 beschlossen.

Ripple, XRP und XRapid

Prinzipiell gilt die erste Unterscheidung: Ripple ist das Unternehmen, XRP ist die dazugehörige Kryptowährung. Die Geschäftsführung wird hier nicht müde, den Unterschied beziehungsweise die Abgrenzung zwischen Unternehmen und XRP zu betonen. Das Produkt XRapid entspricht hingegen in etwa der Blockchain bei Bitcoin – sie bietet das technologische Grundgerüst. Dabei verspricht XRapid volle Transparenz. Denn die Ausgestaltung des Ledgers erlaubt es, Transaktionen nachzuverfolgen. Zahlungen, so das weitere Versprechen hinter XRapid, sollen unmittelbar und 24/7 stattfinden können.  DasRipple-Netzwerk mit dem XRP Token steht damit in direkter Konkurrenz zum Zahlungsdienstleister SWIFT.

Die Kryptowährung XRP selbst funktioniert in diesem System hauptsächlich als Brücke zwischen verschiedenen Währungen. Wer also im internationalen Verkehr Geld versenden will, kann diese über XRP von A nach B transportieren. Darüber hinaus hat sie die Funktion, eventuellen Spam im Netzwerk zu verhindern, was der Grund dafür ist, dass pro Transaktion eine bestimmte Menge an XRP verbraucht wird.

Das RippleNet

Das RippleNet, dessen Mitglied auch PNC ist, versteht sich indes als globales Zahlungsnetzwerk. Nach offiziellen Angaben besteht es aus über 200 Banken und Zahlungsanbietern weltweit. Zu diesen gehören unter anderem Santander, MoneyGram, Transfer Go oder die MUFG Bank.