Die Meldung aus Portugal

Aktuell macht die Meldung die Runde, dass Bitcoin-Zahlungen sowie das Trading mit Kryptowährungen in Portugal steuerfrei seien. Diese geht auf das portugiesische Magazins Negocios zurück. Dort heißt es:

Die Steuerbehörden hatten bereits deutlich gemacht, dass Erträge in Kryptowährungen nicht steuerpflichtig sind. Nun wird klargestellt, dass sowohl die Tätigkeit des Umtauschs von Kryptowährungen in reale Währungen als auch die Vergütung in Kryptowährungen von der Mehrwertsteuer befreit sind.

Der Bericht des Magazins geht wiederum auf eine Mitteilung zurück, die die Steuerbehörde in Portugal bezüglich der Bitcoin-Steuer machte. Sie reagierte damit auf eine entsprechende Anfrage eines Bitcoin-Mining-Unternehmens. In dieser Mitteilung ist wiederum von „Zahlungen“ die Rede, die in Bitcoin erfolgen und steuerfrei seien. Dabei geht es um die Erträge aus Mining-Aktivitäten. Letztlich geht aus der Meldung also hervor, dass Zahlungen in Bitcoin von der Mehrwertsteuer befreit sind. Ganz neu ist das jedoch nicht. Denn die Steuerbehörde in Portugal bezieht sich wiederum auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2015.

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Bitcoin-Mehrwertsteuer

Im Urteil des Europäischen Gerichtshofs heißt es:

[Der] Umtausch konventioneller Währungen in Einheiten der virtuellen Währung „Bitcoin“ ist von der Mehrwertsteuer befreit.

Darüber hinaus sei der Umtausch von Bitcoin in Fiatwährungen eine Dienstleistung. Das Entgelt dafür sei wiederum die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis.

Bitcoin-Steuer in Deutschland

Auch in Deutschland sind Erträge aus Bitcoin & Co. unter Umständen steuerfrei. Dabei ist jedoch die einjährige Haltefrist zu beachten. Wer Kryptowährungen länger als ein Jahr hodlt, muss als Privatperson auf den Verkaufsertrag keine Steuern zahlen. Fallen die Trades unter die einjährige Frist, werden unter bestimmten Umständen auch Steuern fällig. Mehr zur Besteuerung bei privaten Veräußerungsgewinnen in Deutschland findet hier.