Der chinesische Ableger von Mercedes-Benz bekommt schon bald ein technologisches Update. Denn das Tech-Start-up PlatON entwickelte eine blockchainbasierte „Plattform für das Restwertmanagement von Fahrzeugen“ für den in Peking ansässigen Mercedes Benz Sales Service.

Wie die Brancheninformationsseite Electronic Specifier berichtete, erlaubt die Plattform den Restwert eines Fahrzeugs zu berechnen. Dafür verarbeitet sie einen Mix aus statischen und dynamischen Daten. Die Plattform ermöglicht dergestalt ein Werttracking über den gesamten Lebenszyklus der Automobile hinweg. Die Plattform wird hierbei nicht nur Mercedes-Benz offenstehen. Auch andere für den Gebrauchtwagenmarkt relevante Parteien sollen Zugang erhalten. Darunter etwa staatlich autorisierte Autohändler sowie private Autobesitzer.

Plattform entsprang Daimlers Start-up-Förderprogramm

Die Gebrauchtwagenplattform ist das Resultat von PlatONs Teilnahme an Start-up Autobahn, einem Start-up-Inkubator vom Mercedes-Benz-Mutterkonzern Daimler. Die Innovationsplattform möchte Start-ups im Mobilitätsbereich fördern. Start-ups erhalten einen 100-tägigen Support samt technischer Supervision.

Folglich verwundert es nicht, dass Ada Xiao, CSO von PlatON, in ihrem Statement die Innovationskraft der Kooperation mit Mercedes-Benz betonte:

Von Elektrofahrzeugen bis hin zu fahrerlosen Autos. Neue Technologien haben die Innovationskurve in der Automobilindustrie schnell zu einem auf mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit ausgerichteten Modell geformt.

Sie sagte außerdem:

Mit über 6,5 Millionen in China gehandelten Gebrauchtwagen allein im ersten Halbjahr hoffen wir, dass unsere Zusammenarbeit mit dem BMBS [Beijing Mercedes Benz Sales Service] die Notwendigkeit anspruchsvollerer Datenerfassungssysteme hervorheben wird, um den Wert der Fahrzeuge, die den umfangreichen chinesischen Gebrauchtwagenmarkt umfassen, genau zu überwachen.

Mercedes-Benz und Daimler auch an weiteren Blockchain-Projekten beteiligt

Sowohl die Autobauer von Mercedes-Benz als auch ihr Mutterkonzern forschen zudem an weiteren Anwendungsmöglichkeiten für die Blockchain-Technologie. Mercedes-Benz lancierte so zum Beispiel bereits im Februar einen in Kooperation mit Icertis, einem Anbieter von Cloud-Dienstleistungen für Unternehmen, entwickelten Blockchain-Prototypen. Die Blockchain soll hier zum Tracking von Liefer- und Wertschöpfungsketten zum Einsatz kommen. Die Unternehmen versprechen durch das Projekt insbesondere einen Zugewinn in Sachen Transparenz und Nachhaltigkeit.

Der Mutterkonzern Daimler arbeitet überdies an einer Konkurrenzplattform zu Uber. Die in Kooperation mit vier deutschen Start-ups entstehende Mobility-Blockchain-Plattform soll Fahrservice-Anbietern die Möglichkeit eröffnen, um die Gunst der Kunden zu konkurrieren.

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