Whale Alert ist bisher, der Name lässt es erahnen, auf das Beobachten von Bitcoin-Walen spezialisiert. Dabei handelt es sich um Entitäten, die große Mengen an Kryptowährungen bewegen. Oft stehen selbige im Verdacht, den Bitcoin-Kurs beziehungsweise die Preise von Kryptowährungen zu manipulieren. Damit, so der häufige Verdacht, wollen sich jene ungeliebten und unbekannten Tiere einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Doch Whale Alert erweitert seine Überwachungstätigkeit. Im Fokus: Sextortion, Scams und Erpresser-Mails.

Denn um Betrügereien im Bitcoin-Bereich zuvorzukommen, hat sich Whale Alert nun mit bitcoinabuse.com zusammengeschlossen. Das verkündete das Blockchain-Analyse-Unternehmen via Twitter:

Wir haben uns mit BitcoinAbuse zusammengeschlossen, um Krypto-Verbrechen besser zu bekämpfen! Wir werden Transaktionen an Scammer melden und ihre Assets verfolgen. Ihr könnt dabei helfen, Krypto sicherer zu machen, indem ihr Scams, Schwarzmärkte und Hacks auf der Webseite meldet!

Wie man den offiziellen Angaben von BitcoinAbuse.com entnehmen kann, haben Nutzer allein im vergangenen Monat knapp 5.500 Berichte über mögliche Krypto-Verbrechen eingereicht. Knapp 1.300 fielen dabei auf die vergangene Woche (Stand 3. September).

Sextortion: Die immer selbe Masche von Scammern

Die Webseite selbst führt etwa eine Liste an BTC-Adressen, die zu Hackern und Scammern gehören. Klickt man hier auf die jeweiligen Adressen, findet man weitere Details, inwiefern sich die zugehörigen Accounts verhalten haben. Ein typischer Scam dieser Art sind Sex-E-Mail-Scams, auch bekannt unter dem Namen Sextortion. Ein etwaiger Hacker erpresst etwa Menschen via E-Mail, indem er damit droht, intime Details, die er per Webcam abgefangen haben will, im Internet zu veröffentlichen. Die zahlreichen Kommentare von Nutzern, die selbiges Verhalten über BitcoinAbuse.com meldeten, bestätigen dann die Falschheit der gegebenen Informationen.

Wie die Betreiber der Seite angeben, wollen sie es ermöglichen, die jeweiligen Betrüger hinter den Adressen ausfindig zu machen, damit sie strafrechtlich belangt werden können. Hier verweisen sie auf die Pseudonymität von Bitcoin. Schließlich lässt sich den Adressen mit dem richtigen Verfahren  auch die Identität der Nutzer zuweisen.

Von der öffentlichen Zugänglichkeit der Adressen erhofft sich das Analyse-Team, dass es künftig für Betrüger schwieriger wird, die erpressten Coins auch tatsächlich auszugeben.

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