Ein Security Offering (STO) erscheint mehr und mehr als sichere Alternative zu Initial Coin Offerings (ICO). War es 2017 noch möglich, ohne Anmeldung von Seiten des Unternehmens und ohne Bekanntgabe der Identität von Seiten des Investors Geld durch Verkauf von Utility Token einzuspielen, beginnt sich das Blatt nun zu wenden.

Der Siegeszug der STOs

An die Stelle von Initial Coin Offerings (ICO) treten nach und nach Security Token Offerings (STO). Security Token sind nun behördlich zugelassene Wertpapiere, die von registrierten Investoren nach dem KYC-Prinzip gekauft werden können. Wie wir berichteten, bekam das US-amerikanische Unternehmen Blockstack am 10. Juli eine A+Lizenz von der Security and Exchange Commission (SEC).

Von da an war es Blockstack erlaubt, Security Token auch an Privatpersonen zu verkaufen, die außerdem weniger als 200.000 US-Dollar investieren durften. Ein solches STO wurde nun erstmalig erfolgreich auf US-Boden durchgeführt.

Blockstack auf dem Vormarsch

Blockstack ist eines dieser jungen Unternehmen, die ihre Visionen in Form eines White Paper präsentieren. Darin beschreibt sich das Start-up als „Neues Internet für dezentrale Anwendungen“. Ganz nach dem Motto „Je steiler die These, desto mehr Aufmerksamkeit“ schien sich auch Blockstack bemerkbar machen zu wollen.

Doch wie wir bereits im April berichteten, beteiligte sich die Elite-Universität Harvard an einem dieser damals nur für Unternehmen geöffneten STOs. Neben 11,5 Millionen US-Dollar brachte es Blockstack auch das Image eines seriösen Unternehmens ein. Einer der Gründe für das Investment von Harvard waren die Bemühungen um die wichtige A+-Regulation. Gute drei Monate später, nach insgesamt zehn Monaten Arbeit und Ausgaben in Höhe von zwei Millionen US-Dollar gab es dann den Zuschlag der SEC.

Unternehmen, Privatpersonen und bald auch Asien

Das nun unter A+-Regulation durchgeführte STO spülte über 23 Millionen US-Dollar in die Kassen. Insgesamt waren mehr als 4.500 juristische Personen beteiligt, darunter auch das von Fred Wilson geführte Investmentunternehmen Union Square Ventures. Neben den vielen kleinen Investoren, für die es die A+-Regulation gebraucht hat, gewann Blockstack damit eine ganze Reihe weiterer Großinvestoren.

In Deutschland wäre für eine solche Lizenz die BaFin zuständig. So gab die Regulierungsbehörde beispielsweise im August gab die deutsche Regulierungsbehörde beispielsweise dem Unternehmen Black Manta indes grünes Licht für deren STO-Plattform.