Der Bitcoin-Kurs unterliegt einer extrem geringen Volatilität innerhalb eines großen, abwärts deutenden Triangle Pattern. Die EMA-Bänder haben in dieser Seitwärtsphase mit sinkendem Volumen ihre Bedeutung verloren.

BTC/USD-Wochenchart

Der Wochenchart wird am Beispiel des Wertepaares XBT/USD auf der Börse Kraken diskutiert.

Da es zwei interessante Szenarien gibt, möchten wir einen genaueren Blick auf die langfristige Entwicklung des Bitcoin-Kurses werfen. Der aktuelle Markt wird oft mit dem Beginn des Bullenmarkts 2015 verglichen. Wie man im obigen Wochenchart sieht, gibt es dafür gute Gründe:

Ende 2015 brach der Bitcoin-Preis über das EMA-Band und bildete ein Dreieck, welches der Kursbewegung der letzen Wochen ähnelt. An dieses Dreieck schloss sich sodann der große, bis Ende 2017 anhaltende Bullenmarkt an.

Es gibt jedoch auch weniger bullishe Interpretationen: So vergleichen beispielsweise viele die aktuelle Situation mit dem abwärts zeigenden Triangle Pattern von 2017/2018. Die Bewegung in diesem Pattern führte Mitte November 2018 zu einem dramatischen Kursrutsch.

Welches der beiden Szenarien eintritt, sollten wir bald eindeutig sehen können: Das aktuelle Triangle Pattern ist fast vollständig durchlaufen, sodass mit einer dramatischen Kursbewegung zu rechnen ist.

BTC/USD-Monatschart

Der Monatschart wird am Beispiel des Wertepaares BTC/USD auf der Börse Bitstamp diskutiert.

Ein Blick auf den stochastischen RSI im Monatschart suggeriert unterdessen Ähnlichkeiten zwischen der aktuellen Preisbewegung und dem Beginn des Bullenmarktes Ende 2015: In beiden Fällen stieg der RSI abrupt von 20 auf 80. Gleichzeitig überschritt der Bitcoin-Kurs das EMA-Band. Im Jahr 2015 fing damit ein großer Bullenmarkt an, sodass es der obigen bearishen Prognose zum Trotz, Grund zur Hoffnung gibt.

Wachstum der SegWit-Transaktionen

Ein weiterer Grund zur Hoffnung: SegWit-Transaktionen haben ein Allzeithoch erreicht und machen mittlerweile mehr als 50 Prozent der Bitcoin-Zahlungen aus. Die Einführung von Segregated Witness senkt den Preis von On-Chain-Transaktionen auf der Blockchain. Transaktionen nehmen weniger Platz im Block ein, sodass mehr verarbeitet werden können und so Bestätigungszeiten für Bitcoin-Transaktionen sinken.

Sollten 100 Prozent der Bitcoin-Transaktionen SegWit nutzen, würde das bedeuten, dass die Blöcke bei der aktuellen Auslastung nur ein Viertel des Platzes benötigen würden.

Deutschland verbannt Facebooks Libra

Doch nicht nur positive News bestimmen den Krypto-Markt: Frankreich und Deutschland stellen sich der Einführung von Libra in Europa in den Weg. Ihrer Meinung nach sind sie „nicht davon überzeugt, dass diese Risiken angemessen angegangen werden“. Olaf Scholz und Bruno Le Maire sind sich einig, dass ein privates Unternehmen keinen Anspruch auf eine eigene Währung hat.

Auch seitens der Schweizer Zentralbank wird Libra bezüglich verschiedener regulatorischer Fragestellungen streng untersucht.

Interessant ist dabei der Unterschied zu der Kritik an Bitcoin: Einer der klassischen, gegen Bitcoin vorgebrachten Kritikpunkte ist seine Volatilität. Nun stellen sich Regierungen und Zentralbanken jedoch auch gegen Stable Coins, die mit Fiatgeld, Gold und Staatsanleihen unterlegt sind.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten. 

Charts am 11. September 2019  mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,91 Euro.

Der Market Watch wurde vom Bitwala Trading Team verfasst. Bitwala bietet die einfachste und sicherste Art, Bitcoin direkt von einem Bankkonto aus zu kaufen und zu verkaufen. Mehr Infos hier.

 
Source: BTC-ECHO

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