Der deutsche Pharmariese Bayer ist eine Partnerschaft mit dem chineischen FinTech Ant Financial eingegangen. Die beiden Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung für die gemeinsame Erforschung von Blockchain-Lösungen für den Agrar- und Lebensmittelbereich. Ziel sei es, diese Sparten mithilfe der Blockchain transparenter und sicherer zu machen.

Wie das Krypto-Newsportal Ledger Insights berichtet, haben Bayer und Ant Financial ihre Partnerschaft bei der dieswöchigen Apsara Konferenz in Hangzhou, China bekannt gegeben. Ant Financial verkündete zudem Pläne, die eigene Kooperation mit Hyperledger auszubauen. Die Zusammenarbeit mit dem Blockchain-Branchenverbund soll dazu dienen, gemeinsam an „Interoperabilität, Standards und Blockchain-Anwendungen“ zu arbeiten.

Bayer bringt Blockchain in Agrarsektor

Laut dem Bericht unterstützt die von der Alibaba-Tochter Ant Financial entwickelte Blockchain-as-a-Service-Technologie sowohl die eigene Blockchain-Plattform als auch Hyperledger Fabric. Durch die Partnerschaft mit Bayer soll sie nun erstmals im Agrarsektor zum Einsatz kommen. Der Pharmakonzern scheint momentan dabei zu sein, seine Präsenz in diesem Geschäftsfeld auszubauen. Schließlich erwarb Bayer zu diesem Zweck im vergangenen Jahr den US-amerikanischen Agrarkonzern Monsanto. Die Übernahme kostete Bayer 63 Milliarden US-Dollar.

Bayer ist mit einer eigenen Agrarforschungsabteilung stark am chinesischen Markt vertreten. Ihr Leiter Weidong Huang erklärte in einem Statement die Ziele der neuerlichen Kooperation:

Indem wir Seite an Seite arbeiten, wollen wir die Agrarindustrie bei ihrer Transformation in der neuen Ära unterstützen, die Anwendung fortschrittlicher Agrartechnologien verbessern, die Effizienz der landwirtschaftlichen Produktion steigern, das Einkommen der Landwirte verbessern und die Lebensmittelsicherheit schützen.

Blockchain-Lösungen im Lebensmittelbereich nehmen zu

Neben Bayer entdecken auch andere Unternehmen den Nutzen der Blockchain für die Lebensmittelindustrie. In der Schweiz entwickelt so das Start-up Farmer Connect eine blockchainbasierte Lösung für die faire Produktion von Kaffee. Mithilfe der Blockchain sollen die Kaffee-Lieferketten für den Verbraucher transparenter werden. Farmer Connect greift hierzu auf die Food-Trust-Plattform von IBM zurück. Der IT-Konzern präsentierte dieses neue blockchainbasierte Zulieferer-Netzwerk am 5. August erstmals der Öffentlichkeit. Auch diese Enthüllung spricht dafür, dass die Überwachung von Lieferketten immer mehr zu einem bedeutenden Anwendungsfall für die Blockchain avanciert.