Die Deutsche Telekom arbeitet an einem informationstechnologischen Ökosystem für das Internet of Things (IoT). Hierfür entwickelten die Deutsche Telekom Innovation Laboratories (T-Labs), der Forschungsarm des Konzerns, das blockchainbasierte Xride. Eine vierwöchige Testphase im E-Mobilitätsbereich startete am 11. September. Die Versuche werden mit E-Scootern durchgeführt.

Die Verfasser der zugehörigen Pressemitteilung betonen, dass die von der Telekom entwickelte Lösung auch über den E-Mobility-Sektor hinaus zur Anwendung kommen soll. Die Technologie hinter Xride verspricht so, die Kommunikation zwischen verschiedenen Geräten in vielerlei Gebieten zu vereinfachen. Demnach werden alle wichtigen Funktionen, wie etwa das Identitätsmanagement oder die Zahlungsabwicklung von ihr unterstützt. Der E-Mobility-Sektor eigne sich allerdings besonders gut, um die Vorteile dezentraler Ansätze zu veranschaulichen.

Telekom verspricht Effizienzsteigerung und Datensicherheit

Den Ausgangspunkt für die Entwicklung von xRide bildete die Feststellung, dass die einzelnen Services in herkömmlichen Mobilitätssystemen nicht miteinander verbunden sind. Nutzer von Auto- und Fahrradleihdiensten müssen ihre Daten somit separat bei jedem Dienstleister eingeben und verifizieren. Zudem besteht hier ein potenzielles Sicherheitsrisiko, schließlich speichern derartige Services alle Kundendaten an einem zentralen Ort.

Xride soll eben hier Abhilfe schaffen. Das System basiert auf Ståx. Das von der Telekom entwickelte Blockchain-Betriebssystem erlaubt die Schaffung von dezentralen „Internet-der-Dinge-Ökostrukturen“. Stax stellt also die Infrastruktur bereit, in der verschiedene Blockchaintechnologien zu einem gemeinsamen Stapel zusammengeführt werden können. Technische Geräte, Smartphones und Datenserver, die jeweils als eigene Blockchain-Nodes fungieren, lassen sich so miteinander verknüpfen.

Mit der von der Telekom entwickelten Lösung können Nutzer somit ihre Daten vom eigenen Smartphone direkt an das Gerät, wie etwa einen E-Scooter schicken. Der Datenaustausch erfolgt somit vollkommen dezentral. Laut John Calian, dem Leiter von T-Labs, bringe das sowohl für Nutzer als auch für Anbieter Vorteile. Denn die Vermietung von Fahrzeugen werde so „kostengünstiger, sicherer und effizienter.“ Die Telekom prüft das System in der eigenen Zentrale in Bonn. Die Teilnehmer testen hierbei den Verleih und die Nutzung von E-Scootern mithilfe einer eigens hierfür entwickelten App.