Die Commodity Futures Trading Commission hat einen Krypto-Betrug in Millionenhöhe aufgedeckt. Seit Dezember 2017 waren die Betrüger aktiv. Dabei konnten sie durch das illegale Programm Circle Society ganze 11 Millionen US-Dollar erbeuten. Die CFTC deckte das fragwürdige Unternehmen im September 2019 auf. Der Inhaber des Unternehmens, David Gilbert Saffron aus Las Vegas, Nevada, motivierte unerfahrene Anleger über soziale Medien und andere Kanäle, in Fonds zu investieren. Bei den Fonds handelte es sich angeblich um den Handel mit verschiedenen Produkten wie binäre Optionen oder Devisen. Die Bezahlung der Anlage lief dabei immer über den Bitcoin und US-Dollar.

CFTC: Scams gefährden die Entwicklung digitaler Assets

Das Problem daran war, dass das Unternehmen von Saffron nicht bei den US-amerikanischen Aufsichtsbehörden registriert war. Zudem eröffnete der Angeklagte seinen Kunden auch nicht den Zugang zu einer legalen Krypto-Börse. Saffron versprach seinen Anlegern Gewinne von bis zu 300 Prozent. Allerdings wanderten die Gelder der Investoren nicht in den Fonds-Pool. Der Angeklagte nutzte die Einzahlungen unter anderem für das Investment in die unternehmenseigene Kryptowährung. Ferner nutze Saffron die Gelder, um andere Teilnehmer des Pyramiden-Systems zu bezahlen. Entsprechend dauerte es eine Weile, bis die Teilnehmer den Betrug merkten.

In einer Pressemitteilung der CFTC kommt Heath P. Tarbert, der Vorsitzende der CFTC, zu Wort:

Digitale Assets und andere Handelsgüter des 21. Jahrhunderts sind für unsere Wirtschaft vielversprechend. Betrügerische Systeme, wie das in diesem Fall, betrügen nicht nur unschuldige Menschen um ihr hart verdientes Geld, sondern sie bringen auch die verantwortungsvolle Entwicklung dieser neuen und innovativen Märkte in Gefahr. Die USA muss in diesem Bereich führend sein und wir werden nur erfolgreich sein, wenn diese Märkte integer sind.

Erst vor Kurzem hat die CFTC die Kryptowährung Ether als Handelsgut (Commodity) eingestuft.

Betrogene Investoren sollen ihr Geld zurückerhalten

Nun fordern die Behörden nicht nur die Verurteilung des Verantwortlichen, sondern auch die Rückzahlung der Gelder. Allerdings gibt es keine Garantie, dass die Opfer ihre Einlagen tatsächlich zurückerhalten. Denn es ist noch nicht abschließend geklärt, ob die Täter über ausreichend Mittel und Vermögenswerte zur Deckung der Rückzahlung verfügen. Des Weiteren droht Saffron ein dauerhaftes Registrierungs- und Handelsverbot.