Nachdem die SEBA-Bank im August 2019 eine Bewilligung der Eidgenössischen Finanzmarktasufsicht FINMA erhalten hat, erweitert sie ihr Geschäftsfeld nun auf neun weitere Jurisdiktionen. Die Bank expandiert nach Singapur, Hongkong, Großbritannien, Italien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Portugal und die Niederlande.

SEBA wurde 2018 grgründet und integriert traditionelle Bankgeschäfte mit Digital Assets und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Vermögensverwaltung, Handel, Verwahrung und Finanzierung. Zukünftig soll auch die Tokenisierung von Anlageprodukten, Sachwerten, Rechten und Primärfinanzierungen in das Portfolio der Bank aufgenommen werden. Die Bankdienstleistungen richten sich an institutionelle Anleger und professionelle Privatanleger. Zudem bieten sich zusätzliche Produkte für Schweizer Blockchain-Unternehmen.

Guido Bühler, CEO der SEBA Bank, sagt:

Mit unseren Dienstleistungen wollen wir das Kunden-Bank-Verhältnis neu definieren und den Kunden ein einfaches, aber sicheres Bankgeschehen sowohl in der neuen als auch in der alten Finanzwelt bieten.

Es bestehe zehn Jahre nach der Erfindung von Bitcoin „immer noch eine gewaltige Lücke zwischen dem traditionellen Bankwesen auf der einen Seite und dem dezentralen Finanzwesen auf der anderen Seite“, heißt es in einer Mitteilung, die BTC-ECHO vorliegt. Da SEBA eine auf digitale Assets fokussierte integrierte Bank sei, fungiere sie als Brückenbauer zwischen dem digitalen und traditionellen Finanzbereich. Dafür wurde eine SEBAwallet App und eine E-Banking-Plattform eingerichtet. Darüber können Bitcoin, Ether, Stellare Lumen, Litecoin und Ether classic verwaltet und in traditionelle Währungen umgetauscht werden. Die SEBA Card lässt sich an rund 42 Millionen Verkaufsstellen weltweit nutzen.

Bitcoin-Oase Schweiz

Der schweizer Bundesrat hat Ende November einen Entwurf vorgelegt, der die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Blockchain-Technologie im Finanzsektor ergänzt. Das „Bundesgesetz zur Anpassung des Bundesrechts an Entwicklungen der Technik verteilter elektronischer Register“ passt folglich bestehende Bundesgesetze an, wodurch sich die Schweiz als innovativer Standort für DLT-Unternehmen etablieren möchte.

Der Entwurf schafft eine Rechtsgrundlage für die Tokensierung von Vermögenswerten wie Aktien und Schuldverschreibungen. Zudem wurden Änderungen im Konkursrecht vorgenommen, die die Aussonderung kryptobasierter Vermögenswerte bei einem Konkurs der Gemeinschaft zuordnen.

Darüber hinaus modifiziert der Entwurf das Finanzmarktstrukturrecht und enthält eine neue Bewilligungskategorie für DLT-Plattformen. Ergänzt wird die neue Gesetzgebung durch eine Regelung der FinTech-Lizenz. Akteure im Kryptoverwahrgeschäft werden künftig der Aufsicht durch die FINMA unterstellt. Der Gesetzentwurf wird Anfang 2020 im Parlament zur Debatte stehen.