Die Bitcoin Hash Rate setzt ihre Mondreise fort. Nach Daten von blockchain.com bringen es die Bitcoin Mining Pools zu Redaktionsschluss auf sage und schreibe 119,4 Millionen Terahashes pro Sekunde (TH/s). Damit starten die Miner mit einem bullishen Sentiment ins neue Jahrzehnt.

Der Anstieg der Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk dürfte mit dem anstehenden Halving in Zusammenhang stehen. Schließlich werden ab Mai dieses Jahres 50 Prozent weniger BTC je Block emittiert; die Erträge der Miner schrumpfen damit erheblich.

Eine logische Erklärung für den Anstieg der Hash Rate im Vorfeld des Coinbase Reward Halvings ist der Versuch seitens der Miner, vorab einen gewissen Grundstock an BTC zu akkumulieren, um diesen nach der Halbierung gewinnbringend liquidieren zu können. Denn typischerweise werfen Mining-Farmen ihre BTC nicht unverzüglich auf den Markt, sondern veräußern jeweils nur einen kleinen Teil der geschürften Bitcoin, um laufende Kosten zu decken.

Das Gros der Erlöse aus dem Mining landet zunächst im Cold Storage und wird nach Kurssprüngen mit Gewinn verkauft.

Bitcoin beginnt 2020 mit einem Knall. Die Hash Rate am 1. Januar 2020 beträgt 119 Millionen TH/s. Das Allzeithoch vom Oktober ist damit geschlagen. Bitcoin ist stärker als jemals zuvor. Frohes neues Jahr.

Mining-Kapitulation abgesagt

Zuletzt hatte Mining FUD (FUD steht für Fear, Uncertainty, Doubt – also Furcht, Unsicherheit und Zweifel) wieder die Runde gemacht. Die Rede war vom sogenannten Hash Ribbon, das sich ins Negative gekehrt hatte. Marktbeobachter sprachen gar von einer möglichen Kapitulation der Miner. Davon kann dieser Tage indes kein Rede mehr sein. Zwar bleibt der Kurs des digitalen Goldes derzeit noch hinter den Erwartungen zurück. Der Umstand, dass die Miner immer mehr Geräte ans Netz anschließen, lässt auf eine bullishe Haltung der Pools schließen. Schließlich müssen sich die Investments eines Tages rechnen.

Eine höhere Hash Rate ist aus vor allem aus Sicherheitsgesichtspunkten begrüßenswert. Denn je mehr Rechenleistung ins Mining fließt, desto schwieriger wird es für Angreifer, das Netzwerk zu kompromittieren.