Das Ethereum-Netzwerk hat erfolgreich ein Update vollzogen. Die Muir Glacier Hard Fork hat Einfluss auf die Difficulty Bomb im Ethereum-Ökosystem.

Difficulty Bomb platzt noch nicht

Es sind kaum drei Wochen seit dem Istanbul Update vergangen, da will sich das Ethereum-Netzwerk erneut verbessern. Mit der Implementierung der Muir Glacier Hard Fork am 2. Januar mauert die Kopfgeburt Vitalik Buterins einen weiteren Meilenstein auf ihrem langen Weg Richtung Ethereum 2.0.

Wie man den offiziellen Daten des Netzwerks entnehmen kann, sind bereits ein Großteil der Clients (zu Redaktionsschluss über 85 Prozent) für das Muir Glacier Update bereit. Das Muir Glacier Update wurde in Block Nummer 9.200.000 aktiviert. Dabei führte es das Proposal 2384 ein, mit dem die Difficulty Bomb im Netzwerk verzögert wird. Es verschiebt die Difficulty Bomb damit um vier Millionen Blöcke, also um schätzungsweise 611 Tage.

Wie Entwickler Pooja Ranjan in einem Medium-Post mitteilt, habe man im Istanbul Update betreffend der Difficulty Bomb nicht richtig kalkuliert, weshalb man die aktuelle Hard Fork nun durchgeführt habe. Die Difficulty Bomb, bei der die Mining Difficulty beim „Schürfen“ von Ethereum automatisch angepasst wird, haben die Entwickler im Zusammenhang mit Istanbul auf Mitte 2020 kalkuliert worden. Das habe sich jedoch als falsch herausgestellt.

Entwickler sind nun angewiesen, die folgenden Versionen für den Ethereum Client herunterzuladen:

Ether-Kurs (ETH) von Muir Glacier unbeeindruckt

Für Anwender, Hodler und sonstige Krypto-Fans dürfte sich letztlich nichts ändern. Dementsprechend blieb der Ether-Kurs (ETH) indes unbeeindruckt. Mit einer kaum merklichen Bewegung notiert er aktuell 0,23 Prozent geringer als am Vortag. Mit knapp 131 US-Dollar verzeichnet ETH dennoch ein 7-Tages-Plus von 3,9 Prozent. Die gesamte Marktkapitalisierung von derzeit 14.185.960.820 US-Dollar sichert der Smart-Contract-Plattform nach wie vor Platz zwei auf der Liste mit den größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung. Krypto-Großvater Bitcoin (BTC) verteidigt unterdessen wacker Platz 1, auf Platz 3 folgt das kalifornische Krypto-Unternehmen Ripple samt XRP Token.