Krypto, nicht Bitcoin: Aus dem Schlafzimmer von Elon Musk

Elon Musk hat wieder einmal aus dem Nähkästchen – beziehungsweise Schlafzimmer – getweetet und die Welt wissen lassen, dass Bitcoin nicht sein „Safeword“ ist.

Der Tweet sorgte für Spekulationen über die Bitcoin-Affinität des Serienunternehmers, der sich bereits häufiger positiv über die älteste Kryptowährung geäußert hatte. So beschrieb Musk Bitcoin in einem Interview Anfang 2019 als „brilliant“ – und wurde bisweilen gar als potenzieller Bitcoin-Erfinder gehandelt. Derartige Mutmaßungen bauten indes auf einem sandigen Fundament. Satoshi Nakoamo ist ein Anagramm von „A man took a shit“; für manchen Verschwörungstheoretiker roch das stark nach dem Humor des Tesla-Chefs.

Es ist das zweite Mal, dass Musk die Safeword-Analogie bemüht. Im April 2019 ließ er sich zu dem Tweet „Kryptowährungen ist mein Safeword“ hinreißen. Die Frage, welche Kryptowährung Musk hinausposaunt, wenn ihm das „Treiben“ zu bunt wird, bleibt offen – und der Krypto-Szene damit ein wertvoller Kursindikator verwehrt…

EZB: Safeword CBDC?

Spätestens seit Bekanntwerden der Pläne von Facebook, mit Libra eine weltumspannende Konzernwährung einzuführen, ist das Thema „Krypto“ verstärkt auf den Agendas der Zentralbanken dieser Welt vertreten. Müssen die Zentralbanken in auf die  vielerorts (wenn auch nicht hierzulande) sinkende Beliebtheit von Bargeld mit einer digitalen Form des Zentralbankengeldes (CBDC) reagieren? Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) verweist auf entsprechende Untersuchungen der EZB:

Ende 2019 haben wir bei der EZB eine Experten-Task-Force eingerichtet, die in enger Zusammenarbeit mit den nationalen Zentralbanken die Machbarkeit eines CBDC im Euroraum in verschiedenen Formen untersucht und dabei alle praktischen Aspekte, einschließlich der Minimierung möglicher unbeabsichtigter Nebenwirkungen, abdeckt,

sagt die EZB-Chefin im Interview mit dem französischen Wirtschaftsmagazin „Challenges“.

BitPay-Chef: Bitcoin erreicht 2020 neues Allzeithoch

Auch Sonny Singh, Chef des Bitcoin-Zahlungsdienstleisters BitPay, wurde vergangene Woche zu seinem Blick in die Glaskugel befragt. Singh sieht 2020 als das Jahr, in dem der Bitcoin-Kurs zu einem neuen Allzeithoch ausholt. Als Begründung für sein Bullentum fphrt Singh dabei zweierlei an. Einerseits sieht er eine wachsende Bitcoin-Adaption durch Unternhemen wie den Bezahldienstleister Square oder die Investmentfirma Fidelity. Was den Kurs jedoch schnell in neue Höhen katapultieren könnte, seien unvorhersehbare Ereigbnisse:

Eine Menge Leute werden sagen, dass seine wegen der Halbierung, aber ich denke, das ist bereits weitestgehend berücksichtigt. Bitcoin geht hoch, wenn die unvorhergesehenen Dinge passieren. Letzes Jahr diente Libra als Katalysator. Dieses Jahr könnte es die Nachricht sein, dass China, Russlan oder Indien Bitcoin legalisieren. Neue Firmen, die mit Facebook konkurrieren, könnten in den Krypto-Space einsteigen. Außerdem haben wir bereits gesehen, dass Fidelity seine Produkte auf den Markt gebracht hat und Square hat bereits fünf Spezialisten für die Implementierung von Bitcoin eingestellt. All diese großen Technologiefirmen sind schon dabei, in den Space zu kommen. […] Aber es werden jedes Jahr unvorhergesehene Ereignisse passieren, die [den Bitcoin-Kurs] schnell und weit nach oben bringen werden,

spekuliert Sing gegenüber dem Wirtschaftsnachrichtensender Bloomberg TV.