Willkommen zum Regulierungs-ECHO. Die wichtigsten Meldungen aus dem Bitcoin-Ökosystem der vergangenen Woche im Überblick.

Federal Reserve greift nach digitaler Zentralbankenwährung

Auf einem Symposium der Stanford Graduate School of Business hat die Gouverneurin der Federal Reserve, Lael Brainard, mitgeteilt, dass die US-Notenbank derzeit die Einführung einer digitalen Zentralbankenwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC) prüfe. Bislang sind entsprechende Bemühungen der Fed nicht an die Öffentlichkeit gedrungen. Laut Brainard forsche der Verband der Zentralbanken aktuell an der technischen Umsetzung einer CBDC und habe dafür indes eine Echtzeit-Abwicklungsmethode entwickelt.

Regulatorische Klarheit für Bitcoin-Automaten

Seit dem 10. Januar 2020 gilt in Österreich eine Registrierungspflicht für Krypto-Dienstleister bei der Österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA). Die neue Gesetzeslage schafft einen rechtssicheren Rahmen für das Kryptoverwahrgeschäft. Insgesamt vier Unternehmen haben bislang eine Lizenz erhalten, darunter Kurant, ein Betreiber von Bitcoin-Automaten.

Ermittlern in der Schweiz und USA gelingt Schlag gegen Krypto-Betrüger

Erneut sind Fahndern Cyberkriminelle ins Netz gegangen. In Zusammenarbeit mit der Zürcher Staatsanwaltschaft hat die Kantonspolizei in der Schweiz folglich drei Verdächtige festgenommen, die im Zusammenhang mit veruntreuten Geldern aus Krypto-Aktivitäten stehen. Auch im Bundesstaat Arizona haben Ermittler zwei Männer dingfest gemacht, denen ebenfalls Betrug und Geldwäsche vorgeworfen wird.

US-Justizbehörde versteigert über 4.000 beschlagnahmte Bitcoin

Der US Marshal’s Service gibt Bitcoin im Gesamtwert von 37 Millionen US-Dollar zur Auktion frei. Die Bitcoin stammen aus cyberkriminellen Vorgängen und wurden zuvor von der US-Justizbehörde konfisziert. Um an der Versteigerung teilzunehmen, müssen 200.000 US-Dollar hinterlegt werden. Kaufangebote müssen folglich bis zum 18. Februar über die Plattform der Behörde eingereicht werden.

NITI Aayog: Thinktank veröffentlicht Blockchain-Strategie

Bislang hat sich die indische Regierung in Bezug auf das Krypto-Ökosystem vor allem mit ihrer distanzierten Haltung hervorgetan. Nun hat NITI Aayog, ein regierungsnaher Thinktank, den ersten einer zweiteiligen Blockchain-Strategie veröffentlicht. Das Dokument enthält Vorschläge zum Blockchain-Einsatz in der indischen Wirtschaft und illustriert außerdem, wie die Ökonomie nachhaltig von der Technologie profitieren könnte.

Handelsvolumen von STOs stagniert, IEOs holen auf

Ein aktueller Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hat das Handelsvolumen von Security Token Offerings (STO) und Initial Exchange Offerings (IEO) im zweiten Halbjahr 2019 untersucht. Die Ergebnisse belegen einen Rückgang an STOs und ein Wachstum von IEOs. Der steigende Anteil von IEOs ist auf eine wachsende Akzeptanz unter Anlegern zurückzuführen und könnte zudem im direkten Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Rückgang von STOs stehen.