Der Blockchain Accelerator MouseBelt hat am 11. Februar elf weitere Gründungsmitglieder seiner Blockchain-Bildungsintiative bekannt gegeben. Zu den Hinzugekommenen zählen der Kreditkartenriese MasterCard sowie die Innovationsabteilungen der Bitcoin-Börse Binance und des Zahlungsnetzwerks Ripple. Erklärtes Ziel der Blockchain Education Alliance ist dabei die Förderung von Nachwuchs und die Anregung von Innovation im Krypto-Ökosystem.

MouseBelt rief die Initiative bereits im vergangenen Oktober ins Leben. Das Projekt gab damals etwa die Stiftungen von Tron und Stellar sowie die Ethereum Labs als Mitglieder bekannt. Zu den nun publik gemachten Unterstützern zählen ferner Multi.io, KuCoin, Neo, IoTeX, Quantstamp, Constellation Network, Matic Network und Truffle Suite.

Die Education Alliance kündigte weiterhin an, dass für das Frühjahr 2020 diverse Hackathons und Konferenzen in Planung sind. Die Bildungsinitiative plant außerdem die Vergabe von Forschungsstipendien für praktische Anwendungsfälle der Blockchain-Technologie. Als Beispiele führt sie hier etwa die Bereiche Identitäten, Privatsphäre und Wahlen auf.

MouseBelt-Initative zielt auf Universitäten ab

Im Zentrum der Aktivitäten des Netzwerks steht die Stärkung der Blockchain-Bildung an Universitäten und Hochschulen. Die Blockchain Edcuation Alliance kooperiert hierfür mit einem Universitätsprogramm, das MouseBelt bereits im Jahr 2018 ins Leben rief.

Die an der Allianz beteiligten Unternehmen stellen dabei die nötigen Gelder und Lehrmaterialien für die Organisation von Workshops und ähnliche Veranstaltungen rund um Krypto-Themen. Nach Angaben von MouseBelt umfasst das Universitätsprogramm weltweit über 80 studentische Blockchain Clubs. Die Leiterin des MouseBelt-University-Programms erklärt die Motivation der Education-Alliance-Mitglieder dabei folgendermaßen:

Die Mitglieder teilen alle unser Ethos: Die beste Art, um in diesen Bereich zu investieren, sind langfristige Investitionen in die Bildung. Studenten und Professoren brauchen etablierte Experten aus allen Bereichen der Industrie, die bei der Entwicklung von Lehrplänen und Projekten helfen. Je besser die Ausbildung, desto bessere Entwickler und Projekte werden wir sehen.

Blockchain-Bildung bitter nötig

Dass eine derartige Form von Bildungsförderung mehr als vonnöten ist, bewies unterdessen jüngst eine Studie des sozialen Netzwerks LinkedIn. Denn diese ergab, dass Blockchain-Experten im Jahr 2020 weltweit zu den gefragtesten Arbeitskräften zählen. Ein Umstand, der wohl nicht zuletzt auf eine bislang mangelnde Einbindung von Krypto-Themen in universitäre Lehrpläne zurückzuführen ist.

Dass sich diese Lücke zumindest im deutschsprachigen Raum in den kommenden Jahren schließen könnte, beweist etwa das staatlich subventionierte Austrian Blockchain Center (ABC).  An dem Wiener Forschungszentrum beteiligen sich 21 wissenschaftliche Einrichtungen sowie 54 Unternehmen. Ferner finden sich an der Universität Mitweida der Masterstudiengang „Blockchain & Distributed Ledger Technologies“ und auch die TU München verfügt über einen eigenen Blockchain Research Cluster. Schließlich findet sich in der Schweiz an der Universität Basel seit 2018 eine eigene Blockchain-Professur.

In diesem Sinne leistet auch BTC-ECHO einen eigenen Beitrag zur Blockchain-Bildungsarbeit. Hierzu riefen wir die BTC-ACADEMY ins Leben.