2019 war kein gutes Jahr für Moneygram. Die Bilanz des Überweisungsdienstleisters rutschte weiter in den roten Bereich. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den Moneygram am 25. Februar zusammen mit dem Quartalsbericht zu Q4 2019 veröffentlicht hat. Der Partner des US-amerikanischen Blockchain-FinTechs Ripple verbucht für 2019 einen Nettoverlust von rund 60 Millionen US-Dollar. Dieser liegt allerdings weniger im operativen Geschäft begründet.

Moneygram: Rote Zahlen wegen Ripple-Investment 2018

2018 betrug der Verlust noch rund 24 Millionen US-Dollar – trotz der kräftigen Finanzspritze von Ripple, das 2018 mit 30 Millionen US-Dollar in Moneygram eingestiegen ist. Darüber hinaus musste Moneygram eine Ausgleichszahlung für Rentenverbindlichkeiten in Höhe von 30 Millionen US-Dollar leistn; daher die große Diskrepanz zwischen den Jahren.

Doch auch was den Umsatz angeht, konnte sich der Ripple-Partner 2019 nicht verbessern. Mit 1,28 Milliarden US-Dollar ist er im Jahresvergleich um 10 Prozent eingebrochen. Moneygram CEO Alex Holmes zieht trotz der schwachen Zahlen eine positive Bilanz für Moneygram:

Dies war ein entscheidendes Jahr für uns, in dem wir unsere digitale Transformation weiter durchführen und unseren Kunden ein differenziertes Erlebnis bieten konnten. Im Laufe des Jahres brachten wir innovative Produktlösungen auf den Markt, investierten in neue Technologien, erneuerten wichtige Partnerbeziehungen […] und stellten unsere Wettbewerbsposition auf dem Markt wieder her,

so Holmes in der Pressemitteilung zum Jahresbericht.

Innovation und Entlassungen

Immerhin: In der Weihnachts-Saison 2019 verbuchte MoneyGram einen Rekord bei Online-Überweisungen in den USA Der Ripple-Kurs stieg sprunghaft an – allerdings wurden in dem Zeitraum auch XRP Futures auf Binance gelistet. Holmes geht davon aus, dass sich die finanzielle Lage Moneygrams in diesem Jahr verbessern wird:

Während im Jahr 2020 zunächst die Herausforderungen in unseren US-amerikanischen Filialen für das Auslands- und Inlandsgeschäft angehen, verfügen wir über eine bedeutende Pipeline von Vertragserneuerungen  und Neuverträgen sowie innovative digitale Produkte und Wachstumsmöglichkeiten, die das Potenzial haben, diese Herausforderungen auszugleichen und unsere finanzielle Leistung zu verbessern.

Herausforderungen in Filialen begegnen, um die finanzielle Leistung zu verbessern, sagt der Ripple-Partner. 90 gestrichene Stellen bis März 2020 sagen indes die Schlagzeilen.