Bitcoin-Kurs vor 2025 bei 100k: Justin Sun über Bitcoin, Buffet und bullishe Aussichten

Justin Sun, CEO des Blockchain-Netzwerks Tron, hat sich ein weiteres Mal in den Mainstream Medien die Ehre gegeben. Auf dem US-amerikanischen Nachrichtensender MSNBC schilderte der Jungunternehmer seine Vision eines dezentralisierten Internet und bezeichnete Tron als datenschutzfreundliche Alternative zu Googles Android und Apples iOS. Sun selbst sieht den Bitcoin-Kurs im Jahr 2025 bei 100.000 US-Dollar, sieht aber auch für Ethereum, XRP und – nattürlich – Tron eine rosige Zukunft:

Da ich ein langfristiger Anhänger von Blockchain bin, glaube ich definitiv, dass Bitcoin im Jahr 2025 100.000 Dollar überschreiten wird. Ich glaube, dass wir diesen Kurs vor 2025 erreichen können. Gleichzeitig glaube ich, dass viele andere Kryptowährungsprojekte wie Tron, wie Ethereum, wie XRP ebenfalls in einen Bullenmarkt geraten werden.

Freilich kamen im Interview auch Buffet und Bitcoin zur Sprache: Anfang Februar traf sich Sun im Rahmen eines für 4,6 Millionen US-Dollar ersteigerten Charity Dinners mit der Investorenlegende und erklärtem Bitcoin-Gegner Warren Buffet. Dort mimte Sun den Botschafter vom Planeten Krypto und präsentierte Buffet ein Mitbringsel in Form einiger Einheiten Tronix (TRX) und Bitcoin.

Zunächst einmal denke ich, dass Warren Buffet sich sehr offen gegenüber Krypto- und Blockchain-Technologie zeigte. Deshalb hat er auch seine ersten TRX und Bitcoin akzeptiert, die ich ihm geschickt habe. Im Prinzip ist Warren Buffet jetzt Bitcoin Holder

so Sun auf MSNBC.

Warren Buffet: Kryptowährungen haben keinen Wert

Warren Buffet scheint davon unterdessen noch nichts mitbekommen zu haben. In einem Interview mit dem US-Sender CNBC war Buffet nach wie vor unversöhnlich Krypto-kritisch:

Kryptowährungen haben im Grunde keinen Wert und sie bringen nichts hervor,

zeigt sich Buffet „sehr offen gegenüber Krypto- und Blockchain-Technologie“. Und betont weiter:

Ich besitze keine Kryptowährung und werde auch nie eine besitzen,

Offenbar konnte Sun den alten Investorenhasen, der Bitcoin bereits als „Rattengift hoch zwei“ bezeichnet hat, doch nicht über Nacht zum Hodler machen. Wer hätte das gedacht?

Andreas Pompliano: Kauft kein XRP!

Während Sun XRP zu den Kryptowährungen zählt, denen ein Bullenmarkt bevorsteht, sieht Andreas „Pomp“ Pompliano in der Ripple-Währung keine gute Investition. Ebenfalls auf MSNBC gab sich der Co-Founder der Investmentfirma Morgan Creek Digital ein Stelldichein und theoretisierte darüber, welche digitalen Asset außer Bitcoin er kaufen würde. Pomp seinen Ruf als Bitcoin-Maximalist dabei alle Ehre:

All diese anderen Vermögenswerte, die „Utility Token“ sind, sind entweder nützlich, weil sie dir Zugang zu etwas geben, weshalb sie keine wirkliche Investition darstellen, oder es geht den Nutzen oder einer Dienstleistung im Austausch.

Pomp outete sich daraufhin als Fan tokenisierter Wertpapiere.

Aktien – Was macht sie wertvoll? – Einnahmen, Gewinne usw. Alles, was sie wertvoll macht, das ändert sich nicht. Es ändert sich nur der technologischen Formfaktor, mit dem man das Asset kaufen werden.

Danach gefragt, ob er in XRP investieren würde, winkte Pomp prompt ab:

Ripple die Softwarefirma ist zu unterscheiden von XRP, dem Token. Ich denke, ein Teil des Problems besteht darin, dass die Kleinanleger glaubten, dass sie durch den Kauf von XRP von der finanziellen Leistung von Ripple abhängig sind. Das ist offensichtlich nicht wahr. Wenn Ripple erfolgreich ist, bedeutet das nicht unbedingt, dass XRP am Ende erfolgreich ist,

begründet Pomp seine XRP-Skepsis.

Bitcoin Halving vs. Coronavirus

Der Abverkauf an den (Krypto-)Märkten hat sowohl dem Narrativ von Bitcoin als sicherem Hafen ebenso wie der Prä-Halving-Euphorie einen kleinen Dämpfer verpasst. Zumindest zweitere brodelte im Krypto-Twitter wieder auf, als sich Plan B, der Analyst, der die Stock-to-Flow-Analyse für Bitcoin populär gemacht hat, zu Tweet meldete:

#Bitcoin Halving noch 2 Monate … 2 weitere blaue Punkte, dann ROT,

ROT hat hier zur Abwechslung eine positive Bedeutung. So markieren rote Punkte die Phase, in denen der Bitoin-Kurs in der Vergangenheit zuverlässig zugelegt hat; nämlich dann, wenn der zeitliche Abstand zum nächsten Halving besonders groß war:

Als ihn ein besorgter Bitcoiner danach fragte, ob das Coronavirus dem Stock-to-Flow-Modell [S2F] nicht einen Strich durch die Rechnung machen würde, antwortete PlanB:

Nein, alle Risiken in den Jahren 2009-2019 hatten auch keinen Einfluss auf das S2F-Modell. S2F scheint ein subtiles Gleichgewicht zwischen dem BTC-Grundwert und allen externen Ereignissen wie Corona, Krieg und Katastrophen sowie anderen Faktoren zu finden, die den BTC-Kurs vorübergehend beeinflussen,

hält PlanB seinem Modell unverbrüchlich die Treue.