Bitcoin Shorting verspricht vor allem Gewinne, wenn der Bitcoin–Kurs (BTC) fällt. Wie das funktioniert, erklären wir hier.

Bitcoin Shorting mit Bitcoin Futures

Bitcoin Futures, auch als „Terminkontrakte“ bekannt, bieten die Möglichkeit, Wetten auf den Bitcoin–Kurs abzuschließen. Man vereinbart mit einem Vertragspartner/in, dass man ihm/ihr zu einem zukünftigen Zeitpunkt Bitcoin (oder andere Assets) zu einem bestimmten Kurs verkauft.

Eine Future–Short-Position entsteht, wenn man den Terminkontrakt verkauft. Der Verkäufer garantiert, dass er am vereinbarten Termin die BTC (oder Satoshis) zum heute aktuellen Kurs liefert. Dabei geht er davon aus, dass der Kurs bis dahin fällt. Liegt der Bitcoin–Kurs unter dem Kurs beim Start der vereinbarten Zeitspanne, streicht der Verkäufer Gewinne ein.

Hierbei unterscheidet man zwischen den herkömmlichen Bitcoin Futures und den physisch besicherten. Bei letzteren (bekannt durch Futures-Anbieter Bakkt) werden für jeden Vertrag auch Bitcoin „physisch“ hinterlegt. Bei den herkömmlichen Bitcoin Futures (Chicagoer Optionsbörsen CME und CBOE) fällt diese Option flach.

Differenzkontrakte: Contract for Difference (CfD)

Wem diese Angelegenheit nicht riskant genug ist, kann es mit Differenzkontrakten versuchen. Hier vereinbaren zwei Parteien den Austausch einer Wertentwicklung gegen Zinszahlungen. Dabei muss man eine Sicherheit (Margin) hinterlegen.

Der Käufer eines Differenzkontrakts verpflichtet sich, dem Verkäufer die Differenz zwischen dem aktuellen Bitcoin–Kurs und dem für die Zukunft prophezeiten Bitcoin–Kurs zu bezahlen. Ähnlich wie bei den Bitcoin Futures wird also auch hier ein künftiges Datum vereinbart. Bei CfDs ist es nicht nötig, die Bitcoins auch tatsächlich zu besitzen, hier werden nur die Bitcoin-Kurs-Entwicklungen beziehungsweise ihre Unterschiede gehandelt.

Dabei besteht jedoch nicht nur die Gefahr des Totalverlusts. Vielmehr gibt es noch sogenannte „Nachschusspflichten“. Geht die Wette ungünstig aus, muss man noch drauflegen. Für Privatanleger fallen diese Nachschusspflichten jedoch weg. Ist bei diesen die Margin jedoch aufgebraucht, müssen die CfD-Plattformen die offenen Positionen sofort schließen.

Bitcoin Shorting mit synthetischen Assets

Wer es gerne etwas komplizierter mag, kann sich mit dem Synthetix-Netzwerk befassen. Diese dezentrale Plattform bietet die Möglichkeit, synthetische Repräsentationen von Assets zu erstellen. Sie werden dort dann als sogenannte „Synthetix“ gehandelt. Diese Form gibt es auch als „Inversion“, also der gegenläufigen Kursbewegung. Bei Bitcoin hieße das inverse synthetische Asset also iBTC. Sinkt der Bitcoin-Kurs, steigt iBTC. (Übrigens: Wie die Synthetix-Plattform und die zugehörige Kryptowährung im Detail funktioniert, erklären wir in der Februar-Ausgabe unseres Kryptokompass.)

Hier gibt es eine Liste unserer Partner, von denen manche auch Bitcoin Shorting anbieten.

Vorsicht: Bitcoin Shorting ist, wie die Investition in den Krypto-Markt auch mit zum Teil hohen Risiken verbunden und will wohl überlegt sein. Diese Zeilen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsempfehlungen oder Investmentberatung dar.