Mehrere Wissenschaftler arbeiten an Blockchain-Lösungen für den Gerichtssaal. Die Universität Tokio hat nun erste Details bekanntgegeben.

Die Professoren Hitoshi Matsushima von der Universität Tokio und Shunya Noda von der Universität von British Columbia arbeiten gemeinsam an einem so genannten digitalen Gerichtssaal. Dieser Gerichtssaal 2.0 soll sich Blockchain-Anwendungen zu nutze machen. Dadurch erhofft man sich Prozesskosten zu reduzieren und Verfahren schneller abwickeln zu können. Das geht aus einem Beitrag der Universität Tokio hervor. Professor Matsushima erklärt die Funktionsweise wie folgt:

Bei vermuteter Verletzung irgendeiner Vereinbarung stellen die Beteiligten ihre Meinung an dieses digitale Gericht. Das Gericht aggregiert algorithmisch die Meinungen der Parteien und der Richter, die ihre Vereinbarung verletzt haben. Wenn das digitale Gericht entscheidet, dass eine Partei gegen die Vereinbarung verstoßen hat, wird die Partei mit einer Geldstrafe belegt, indem eine während der ursprünglichen Vereinbarung geleistete Kaution einbehalten wird.

Gerade in einfachen und standardisierten Prozessen können Smart Contracts, also in Programmcode gegossene Verträge, enorme Effizienzen bringen. Vor allem Versicherungen haben in der Vergangenheit versucht, simple Schadensfälle durch Verträge auf der Blockchain abzubilden. Schließlich kann so auch außerhalb der Gerichtssäle genau nachgehalten werden, wann wer welche Transaktion getätigt hat.

 
Source: BTC-ECHO

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