Die Bitcoin-Börse Binance widmet sich in einem Bericht den jüngsten Anpassungen des Facebook-Coins Libra.

Die Libra Association hat kürzlich bei der Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA) eine Zulassung als Zahlunsgsystem beantragt und damit das umstrittene Stable Coin-Projekt wieder ins Gespräch gebracht. Dabei hat die Association das ursprüngliche Konzept des Facebook-Coins in einigen Punkten überarbeitet. In einem aktuellen Bericht analysiert die Bitcoin-Börse Binance die wesentlichen Änderungen und wägt die Erfolgschancen des überarbeiteten White Papers bei den anstehenden Behördengängen ab.

Demnach steht das jüngste White Paper auf einem Fundament aus drei Eckpfeilern:

  • Ein Distributed Ledger, auch als Libra-Blockchain bezeichnet.
  • Eine Reihe von Stable Coins, die an länderspezifische Fiat-Währungen gekoppelt sind.
  • Ein Governance-System der Libra Association und des Libra-Netzwerks.

Gegenüber der ersten Version hat sich das White Paper im Wesentlichen hinsichtlich des Konzepts geändert, den Facebook-Coin ursprünglich durch einen Währungskorb zu decken. Das technische Rückgrat, die Libra-Blockchain, sei hingegen mit der ersten Version konsistent geblieben.

Dem Bericht zufolge könne ein globales Zahlungsnetzwerk nach wie vor „die Grundlagen eines gut etablierten Sektors mit hohen Eintrittsbarrieren erschüttern“. Wenn es der Libra Association demnach gelänge, „sowohl den Zugang für Dritte zu öffnen als auch eine benutzerfreundliche Schnittstelle beizubehalten, könnten die Vorteile der finanziellen Eingliederung erheblich sein und letztlich die globale Zahlungsindustrie umgestalten“.