J.K. Rowling, Autorin der Harry-Potter-Romane, hat auf Twitter nach einer Erklärung für Bitcoin (BTC) gefragt. Was folgte, war ein Krypto-Twitter-Beben par excellence.

J.K. Rowling hat ein kleineres Twitter-Beben ausgelöst. Sie hatte lediglich nach einer Bitcoin-Erklärung gefragt und über 5.000 Antworten bekommen. Es begann alles mit einem Tweet von Leigh Cuen. Die Coindesk-Autorin zwitscherte am 15. Mai, dass sie „aus Glückseligkeit sterben“ würde, wenn J.K. Rowling sie auf Twitter anpinge.

Die Harry-Potter-Autorin gab sich dann auch die Ehre und fragte nach einer Erklärung für Bitcoin.

Ich verstehe Bitcoin nicht. Bitte erkläre es mir.

J.K. Rowling

Die Krypto–Twitter-Elite ließ nicht lange auf sich warten. Alsbald ließ es sich Ethereum-Gründer Vitalik Buterin nicht nehmen, die Sache technisch-nüchtern zu erklären.

Es [Bitcoin] ist eine digitale Währung. Es gibt rund 18 Millionen Einheiten davon. Es wird nicht von irgendetwas abgesichert, es ist einfach nur wertvoll, weil es ist [was es ist], ähnlich wie Sammlerobjekte.

Es gibt ein Netzwerk von Computern (dem jede*r beitreten kann) das ein dezentrales globales […] Register aufrecht erhält, das darüber Buch führt, wie viel Coins jede Person hat.

Vitalik Buterin

Krypto-Trader Alex Kruger versucht es demgegenüber mit dem sarkastisch-unverständlich-humoristischen Ansatz und führt ein editiertes Southpark-Video zur Bitcoin-Erklärung an. (Und setzt dabei einen wohlgezielten Seitenhieb auf Arthur Hayes, der sich aktuell vor Gericht verantworten muss).

J.K. Rowling bekommt Bitcoin-Erklärung im Harry-Potter-Stil

Das Bitcoin Magazine versucht sich in einem Erklärungsversuch, der an das Harry-Potter-Universum angelehnt ist.

Stell dir vor, dass Voldemort das Zaubereiministerium nicht infiltrieren könnte und Harry nicht in die Gringotts Bank eindringen könnte und Hauselfen lediglich mit einer Internet-Verbindung mit der Weltwirtschaft der Zauberei interagieren könnte.

Bitcoin Magazin

Neeraj K. Agrawal bringt diese Aussage auf den Punkt.

Alex Saundners schafft es dann schließlich doch noch, die Bitcoin-Erklärung auf den Punkt zu bringen:

Bitcoin ist einfach digitales Geld, bei dem Nutzer des Netzwerks anstatt einer Bank oder einer Regierung die Kontrolle haben. Das bedeutet, dass alle allen Geld senden können und es dadurch fairer, günstiger, schneller, privater und inklusiver macht. Niemand kann mehr [davon] drucken, was es auch zu einem besseren Wertspeicher macht.

Alex Saundners

ConsenSys schafft es schließlich, den Spagat zwischen der Harry-Potter- und der Bitcoin-Welt zu vollziehen. Das Unternehmen twittert:

Bitcoin ist digitales Geld. Es wird von einer Blockchain verwaltet, was wie ein globaler sprechender Hut ist – mit dem Unterschied, dass jede*r sehen kann, wie er funktioniert. Genauso wie der Hut macht auch die Blockchain keine Fehler. Manche Leute glauben, es sei Magie. Aber es sind einfach nur Protokolle. Blockchains sind hier die wahre Geschichte, auf die man achten sollte.

ConsenSys

Was bleibt?

Was vom JK-Rowland-Bitcoin–Twitter-Beben bleibt, ist offenbar größtenteils Verwirrung. Ganz überzeugt scheint die Autorin nicht zu sein.

Daraufhin betrat auch noch Elon Musk die Bitcoin-Erklärungs-Bühne. Er ergänzte, dass das „magische Internetgeld“ doch eine ganz gute Alternative zum traditionellen Notenbankgeld sei.

Anschließend zeichnete sich das Bild einer unreifen Krypto–Twitter-Gemeinschaft, empört darüber, dass J.K. Rowling Bitcoin nicht verstehe. Resigniert schrieb sie letztlich:

Das hat alles nur als Witz begonnen, aber nun fürchte ich, dass ich nie mehr in der Lage sein werde, mich bei Twitter einzuloggen, ohne, dass jemand böse darüber ist, dass ich Bitcoin nicht verstehe. Eines Tages werdet ihr eine runzelige alte Frau sehen, die versucht, ein Harry-Potter-Buch gegen eine Kartoffel zu tauschen. Seid nett. Sie versuchte, es zu verstehen.

J.K. Rowling