Funktionelle Einschränkungen des dezentralen Netzwerks IOTA Tangle hindern die Umsetzung für den Massenmarkt.

Schon seit Mai verkündete das dezentralisiertes Rahmenwerk für soziale Medien, SOCIETY2, den Aufbau von sozialen Netzwerken auf der Grundlage der Distributed Ledger Technologie von IOTA. In einem neuen Blogeintrag erklärt Leiter der Entwicklungsabteilung, Ben Royce, dass dezentrale Alternativen zu LinkedIn, Quora, Twitter, Facebook vorstellbar wären.

Allerdings gibt es aktuell immer noch einige Hürden des IOTA Tangle, die eine Umsetzung für den Massenmarkt bisher erschweren. Laut Royce sei das Löschen und Ändern von Daten auf dem Netzwerk problematisch, was in sozialen Netzwerken vollkommen gängig ist. Zwar könne man Überbrückungsmaßnahmen finden, aufgrund der weltweiten Datenschutzbestimmungen (DSGVO) allerdings, sei eine echte Löschung im System notwendig.

Royce kritisiert die von IOTA gebotene Lösung, denn „dies sei nicht die Art und Weise, wie man eine Social-Media-Plattform betreibt”. So würde die IOTAs Permanentdatenlösung Chronicle „alle Spam-Mails, alle Transaktionen, alles” behalten, so Royce. Stattdessen bedarf es eines selektiven Permanodes. Also „ein Knoten, der nur die Transaktionen dauerhaft speichert, die den Kriterien entsprechen, die der Knoten beschreibt.”

Außerdem notierte Royce, dass das Tangle zwar große Datenmengen speichern kann, doch, „aufgrund von Leistungseinschränkungen bei der Transaktionsgröße/-geschwindigkeit […] derzeit nicht ratsam“ sei. Dafür könnten externe Hosts, wie InterPlanetary File Systems (IPFS) Abhilfe schaffen.