Eine Krypto-Stadt gegründet von Pop-Star Akon, Julian Assange als angeblicher Satoshi Nakamoto, Paypal-Integration für Bitcoin und vieles mehr. Die Top News der Woche.

Akon baut neue Stadt samt eigener Kryptowährung

Pop-Star Akon baut mit „Akon City“ im Senegal eine eigene Stadt, die in Anlehnung an den Marvel-Hit Black Panther als ein „echtes Wakanda“ angepriesen wird. So soll neben Straßen grundlegende Infrastruktur wie etwa eine Schule, eine Anlage für Solarenergie sowie ein Krankenhaus errichtet werden. Am Ende soll eine Stadt stehen, die komplett mit Hilfe von Akons geplanter Kryptowährung, dem Akoin, betrieben wird. Der US-Amerikaner mit senegalesischen Wurzeln kündigte die Pläne für eine eigene Stadt bereits im vergangenen Jahr an. Anfang 2020 konkretisierten sich die Überlegungen. Für sechs Milliarden US-Dollar soll das Projekt bis ungefähr 2029 mithilfe zweier Bauunternehmen umgesetzt werden.

Ist Julian Assange der Erfinder von Bitcoin?

Eine erneute Spurensuche in den Bitcoin-Archiven führt uns diesmal zur Enthüllungsplattform Wikileaks und dessen Gründer Julian Assange. Am 10. Dezember 2010, kurz nachdem der erste Block der Bitcoin Blockchain davor stand, zwei Jahre alt zu werden, verfasst Satoshi Nakamoto einen seiner letzten Einträge im Bitcoin-Talk-Forum. Dies geschah zur gleichen Zeit, als die Enthüllungsplattform Wikileaks per Blogeintrag von massiven Angriffen berichtete. Wenige Tage nach dem Großangriff, kam es zum bis dahin reichweitenstärksten Medienbericht über Bitcoin. Steht der Bitcoin-Erfinder mit Wikileaks oder Julian Assange in Verbindung? Beweise gibt es keine. Jedenfalls verschwand Satoshi Nakamoto ungefähr zur selben Zeit, als sich Assange auf Asylsuche beziehungsweise auf der Flucht vor den Behörden befand.

Mutmaßliche PayPal-Integration für Bitcoin

Millionen neue BTC-Nutzer? Medienberichten zufolge plant der Zahlungsgigant PayPal in den kommenden Monaten die Integration von Bitcoin (BTC) und anderen Kryptowährungen. Für den Krypto-Space würde eine Bitcoin-Integration in Paypal einen entscheidenden Impuls in Richtung Adaption geben – schließlich handelt es sich bei dem Zahlungsdienst um eine weltweit verbreitete Anwendung. Nach offiziellen Angaben verwenden 277 Millionen Nutzer die App. Damit könnte der oft beschworene Umschwung Weg vom Spekulationsobjekt hin zu einer vermehrten Nutzung als Wertspeicher und Zahlungsmittel gelingen. PayPal bestätigte eine mögliche Bitcoin-Integration bisher zwar nicht, sucht allerdings aktuell laut einer Stellenausschreibung nach einem Krypto-Experten. Ein verdächtiges Indiz?

Plus Token: Mutmaßlicher Bitcoin Scam bewegt EOS in Millionenhöhe

Plus Token zählt zu einem der größten mutmaßlichen Bitcoin-Betrügereien im Ökosystem. Nachdem sich im Juli vergangenen Jahres die Betreiber des angeblichen Pyramidensystems mit drei Milliarden US-Dollar aus dem Staub machten, führte jüngst eine Transaktion von 26,3 Millionen EOS-Token im Wert von 67 Millionen US-Dollar von Plus Token zu einer frisch erstellten anonymen Wallet. Wohin genau die EOS Coins nun fließen, ist noch nicht sicher. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass hier ein Washing-System zum Tragen kam. So habe das mutmaßliche Bitcoin-Betrugsystem auf diese Weise bereits Ende vergangenen Jahres die Ether in Milliardenhöhe im großen Stil gewaschen. 

Mining-Ausrüstungshersteller macht 100 Millionen IPO

Einer der weltgrößten Hersteller von Hardware für das Bitcoin-Mining, Ebang International, kündigt seinen 106 Millionen US-Dollar Börsengang an der Nasdaq an. Das chinesische Unternehmen wolle einen Marktwert von 721 Millionen US-Dollar erreichen. Doch das Vorhaben birgt Risiken. Denn die Einnahmen von 2019 stellen gerade einmal ein Drittel dessen dar, was es 2018 erwirtschaftete. Zusätzlich verabschiedete die USA am 20. Juni ein Gesetz für strengere regulatorische Überprüfungen chinesischer Unternehmen. Auch der volatile Preis von Bitcoin gilt als weiterer größerer Risikofaktor. Hoffen wir jedenfalls, dass Ebang nicht in die Fußstapfen seines größten Konkurrenten, Canaan Creative, tritt. Das Unternehmen brachte 2019 90 Millionen US-Dollar an der Börse auf. Seitdem fielen die Aktien um stattliche 78 Prozent.