Die Welt der technischen Bitcoin-Kurs-Analysen erscheint bisweilen wunderlich. Zwischen EMA20, Fibonacci-Retracement-Level und Co. fällt es bisweilen schwer, den Überblick zu behalten. Heute im Fokus: Das Bart Simpson Pattern.

Bart Simpson dürfte den allermeisten, die diesen Text lesen, ein Begriff sein. Doch was hat er mit dem Bitcoin-Kurs zu tun? Tatsächlich kommt er in der techischen Kursanalyse bisweilen vor, um ein bestimmtes Phänomen zu benennen: Das Bart Simpson Pattern.

Was ist das Bart Simpson Pattern?

Das Bart Simpson Pattern beschreibt ein Phänomen, indem der Bitcoin-Kurs-Verlauf an die typische Kopfform des rebellischen Simpson-Charakters erinnert. Dieses kommt zustande, wenn der Bitcoin-Kurs für kurze Zeit stark ansteigt, sich dann im Zickzack-Kurs zur Seite bewegt und kurz danach wieder genauso schnell absackt. Analysten machen mitunter Wale für das Pattern verantwortlich. Die Bitcoin-Großbesitzer können solche Pattern auslösen, indem sie in kurzer Zeit viele BTC kaufen (Kurs schnellt in die Höhe) und sie dann auf dem Plateau wieder verkaufen (Kurs sackt ab). Danach ist der Bitcoin-Kurs mehr oder weniger auf dem selben Niveau wieder vorher: Bart Simpson ist vorbeigeskated und hat BTC zum Bestpreis verkauft.

Chart auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf Bitpay, Bart-Simpson-Ausschnitt von Shutterstock, Bearbeitung: PH.

In der Vergangenheit war das Bart Simpson Pattern vor allem aufgetaucht, wenn sich der Bitcoin-Kurs der 10.000 US-Dollar-Marke angenähert beziehungsweise sie für kurze Zeit überschritten hat. Eine mögliche Erklärung wäre, dass, in dem Moment, wenn die Kryptowährung die Marke erreicht, eine Vielzahl an Sell-Orders ausgelöst wird, sodass sich der Kurs nur für kurze Zeit über der Marke halten kann, nur um dann wieder auf sein vorheriges Niveau zu sinken.

Laut Bloomberg deutet das Pattern außerdem darauf hin, dass es zu einer kurzfristig erhöhten Nachfrage bei einer bestimmten Kryptowährung kommt. Diese könne unter anderem bei einem erhöhten Volumen beziehungsweise Handel von Derivaten auftreten. Das Pattern tritt somit verstärkt in Zeiten einer erhöhten Volatilität auf.

Die Simpsons und Satoshi Nakamoto

Bereits Ende Februar berichteten wir darüber, dass Bitcoin bei den Simpsons Erwähnung fand. In einer zu dieser Zeit ausgestrahlten Episode erklärte Jim Parson, Zuschauern besser bekannt als Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory, die Funktionsweise von Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie. Darüber hinaus deuteten die Macher an, zu wissen, wer sich hinter dem Pseudonym des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto befindet. Verraten haben sie es bisher allerdings nicht.

Das Chartbild wurde mithilfe von TradingView erstellt.