Mit Money Plane erscheint ein Gangsterfilm mit Bitcoin-Bezug in den US-Kinos. Ob davon Krypto-Tiefgang zu erwarten ist, bleibt indes abzuwarten.

Wer sich immer mal gefragt hat, wieso Kryptowährungen wie Bitcoin auch im elften Jahr seines Bestehens noch ein verruchtes Image anhaftet, der möge einen Blick auf die kulturelle Rezeption werfen. In Spielfilmen ist Bitcoin nach wie vor die Währung der Wahl wenn es um illegale Geschäfte mit Drogen, Waffen und Glücksspiel geht. In letztere Kategorie fällt sodann Money Plane, ein neuer Film von Andrew Lawrence. Der zunächst in den USA erscheinende Spielfilm dreht sich um den verschuldeten Gangster Jack Reese, der gemeinsam mit seiner Gefolgschaft ein Spielcasino in luftigen Höhen um sein Geld erleichtern soll.

Was auch immer Sie wetten wollen, das Money Plane macht es möglich.

Trailer Money Plane

So weit so abgeschmackt.

In Krypto-Kreisen bespricht man Money Plane dennoch aufgrund eines Details aus dem Trailer. Denn anstatt um US-Dollar soll es sich bei der wertvollsten Fracht des fliegenden Casinos um einen „Milliardenbetrag in Kryptowährungen“ handeln. Neben Bitcoin-Kursen sind sodann auch Mining Rigs zu erhaschen. Ob sich diese auch an Bord befinden, ist indes unklar.

Krypto-Tiefgang oder Klischee-Feuerwerk?

Interessant könnte es dann werden, wenn der Film anhand der Räuberpistole die unterschiede zwischen Fiat-Bargeld und Kryptowährungen wie Bitcoin aufarbeitet. Denn während sich physisches Bargeld tatsächlich mit Gewalt entwenden lässt, wird es bei BTC schon schwieriger. Da müssten die Ganoven erst einmal an den privaten Schlüssel gelangen. Ob Money Plane diese Tiefe an den Tag legt, darf man allerdings bezweifeln.

Die Liste der Bitcoin-Filme ist lang

Um die Krypto-Welt aus der kulturellen Nische zu heben, braucht es Filme und Dokumentationen, die der Komplexität des Themas gerecht werden. So stellte jüngst Filmemacher Torsten Hoffmann in Zusammenarbeit mit dem Norddeutschen Rundfunk sowie Studio Hamburg Enterprises Cryptopia vor. Die Dokumentation rückt das Who-is-Who der Szene ins Rampenlicht und wirft einen Blick auf kontroverse Themen wie Bitcoin Forks und den Wettkampf der Narrative. Mit dabei sind Größen wie Roger Ver, Craig Wright, Andreas Antonopoulos und Vitalik Buterin. Cryptopia – Bitcoin, Blockchains and the Future of the Internet feierte während der Berlinale am 28. Februar dieses Jahres Deutschland-Premiere.

Wer in Zeiten von sozialer Distanzierung nach Ablenkung im Kryptoversum sucht, darf gerne mal hier vorbeischauen. Neben Cryptopia stellen wir eine Reihe von Filmen, Serien und Dokus mit Krypto- und Blockchain-Bezug vor. Unterhaltung garantiert.