Die weltweiten Ausgangsbeschränkungen verschaffen der Blockchain Gaming-Branche einen satten Aufschwung. Der erwirtschaftete Umsatz der Spieleplattform Animoca Brands war im Zuge von COVID-19-Pandemie rekordverdächtig.

Blockchain Gaming-Plattformen in Zeiten von COVID-19 haben weltweit einen erheblichen Anstieg in der Nutzung erreicht. Ein prominentes Beispiel dafür ist das Spielesoftwareunternehmen Animoca Brands. In den ersten drei Monaten von 2020, also inmitten der Pandemie, hat das Unternehmewn 4,33 Millionen US-Dollar eingenommen. Das umsatzstärkste Quartal seit der Gründung der Gaming Plattform. Darauf folgte dann der Rekordmonat mit drei Millionen US-Dollar Umsatz im April. Was geht hier vor sich?

Blockchain Games: umsatzstark, trotz Krise 

Animoca Brands ist ein Gaming Unternehmen mit Sitz in Hongkong. Sie fokussieren sich seit Beginn 2018 auf das Thema Blockchain­ und AI in Games. Erfolgreiche Blockchain-basierte Spiele, die das Unternehmen auf den Markt brachte sind The Sandbox, das Rennspiel F1 Delta Time und Crazy Defense Heroes.

Wie es aus dem vierteljährlichen Bericht von Animoca Brands hervorgeht, hielt das Unternehmen am 30. April 6,08 Millionen Dollar an Fiat- und Krypto-Assets. Davon fielen ungefähr 770.000 US-Dollar auf Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) und 1,12 Millionen US-Dollar auf verschiedene Altcoins zurück. Beispielsweise sammelte die dezentrale Spieleplattform The Sandbox am 31. März in nur fünf Stunden 3.400 ETH ein, erklärte der Mitgründer und COO von TSB Gaming, Sebastien Borget, in einem Interview.

Laut eines Nachrichtenartikels vom World Economic Forum, stieg die Nutzung von Videospielen, einschließlich Blockchain Games, in den USA zu Beginn der Quarantäne um 75 Prozent. Einer weiteren Statistik von Finbold zufolge, erreichten Computerspiele im April gut 2,7 Milliarden Menschen und damit erstmals mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung.

Woher kommt der Erfolg von Blockchain Games?

Die Blockchain in Games ist eine neuartige Entwicklung. Durch ihren Marktplatz zielt sie darauf ab erstellte Assets von Spielern untereinander handelbar zu machen. Damit erhalten die Spieler mehr Handlungsmöglichkeiten.

Mit dem Erwerb von Kryptos können die Spieler beispielsweise den Einsatz und die investierte Spielzeit in echtes Geld außerhalb der Spielwelt verwandeln. Laut erfahrener Branchenbeobachter, werden genau diese Play-to-earn-Spielmodelle das Interesse an Blockchain-basierten Spielen steigern. Außerdem können erstellte Assets durch Verknüpfungen in verschiedenen Games genutzt werden.

Darüber hinaus ist es durchaus ein cleverer Schachzug die Blockchain-Technologie in einem breiten Spielkontext anzuwenden. Denn durch ein benutzerfreundliches Spieldesign wird auch die Komplexität der Technologie verborgen. Auf diese Weise kann sie den Nutzern einfach und reibungslos vertraut gemacht werden.

COVID-19: Fluch und Segen zugleich

Die Gaming-Branche, darunter auch Blockchain-Spiele, gehört zu den wenigen klaren Gewinnern der Corona-Krise. 

Nichtsdestotrotz ist zu beachten, dass die Coronavirus-Pandemie zwar kurzfristig für einen signifikanten Anstieg der Spielnutzung sorgte, die Zahlen allerdings auch schnell fallen könnten, sobald wieder Normalität in der Welt einkehrt.  Außerdem bleiben  die Skalierbarkeit und Kapazitäten zur Verwaltung und Speicherung großer Datenmengen für die meisten Blockchain-Netzwerke nach wie vor ein Problem.