Der Bitcoin-Kurs erwacht aus seinem Schlummer, während die DeFi-Token ihre Plätze tauschen.

Mit einem Plus von 1,5 Prozent in den letzten 24 Stunden klettert der Bitcoin-Kurs auf aktuell 9.322 US-Dollar. Somit kann sich die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung erstmals seit einer Woche wieder über die Marke von 9.300 US-Dollar schälen.

Mit einer Schwankungsbreite von knapp 150 US-Dollar verzeichnet der Bitcoin-Kurs nach wie vor eine geringe Volatilität. Die Stabilität des Assets in den zurückliegenden Wochen ist auch der Grund, warum der Handel mit Bitcoin-Optionen nach rekordverdächtigen Vormonaten rückläufig ist.

Optionen auf Bitcoin-Kurs

Das Open Interest für Bitcoin-Optionen an der Chicago Mercantile Exchange (CME), eine der größten Terminbörsen weltweit, ist im Juli um knapp 10 Prozent auf 167 Millionen US-Dollar gestiegen. Laut Skew entfielen weniger als 0,2 Prozent des gesamten Freitagshandels mit Bitcoin-Optionen auf die Börse.

Das Open Interest auf Deribit, das 93 Prozent des Handelsvolumens der Bitcoin-Optionen vom Freitag ausmachte, ist im Juli um etwa 30 Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Insgesamt verzeichnen die Börsen zwar einen Handelszuwachs. Gemessen an dem Wachstum im Zeitraum zwischen Mai und Juni, in dem allein an der CME der Optionen-Handel um das zehnfache stieg, fällt dieses aber deutlich geringer aus.

Der mysteriöse Milliardär: Satoshi Nakamoto

Um Bitcoin-Schöpfer Satoshi Nakamoto ranken sich viele Mythen. Die Blockchain-Analysten von Whale Alert haben nun ein weiteres Puzzlestück zur Legenbildung beigetragen.

In einem aktuellen Bericht untersucht Whale Alert die Mining-Aktivitäten des Bitcoin-Erfinders aus den Anfangstagen des Bitcoin-Netzwerks. Auf Grundlage von Forschungsergebnissen des Kryptographen Sergio Lerner hat Whale Alert das sogenannte Patoshi-Pattern analysiert.

Das Patoshi Pattern ist ein Muster, das besondere Auffälligkeiten bei den Extranonce-Werten zeigt. Während die geraden Linien in der obigen Grafik die Standard-Bitcoin-Mining-Software verwenden, lassen sich die schrägen Linien Patoshi zuschreiben. Da das auffällige Pattern gleich bei der Geburtsstunde des Netzwerks auftrat, liegt es nahe, dass das Muster auf Satoshi Nakamoto als Ur-Miner zurückgeht.

Whale Alert hat außerdem entdeckt, dass Patoshi die Geschwindigkeit zwischen den Blöcken angepasst hat, um die durchschnittliche Blockzeit bei 0,6 Blöcken pro 10 Minuten zu halten. Whale Alert zufolge bestand das Mining-Equipment von Satoshi aus bis zu 48 Computern.

Zudem zeigt die Auswertung, dass sich Satoshi durch das Minen ein stattliches Vermögen angehäuft hat. Laut Whale Alert befinden sich rund 1.122.693 BTC im Besitz des Bitcoin-Erfinders – bei heutigem Wechselkurs über 10 Milliarden US-Dollar.

Die Kenntnis der sich ändernden Nonce-Bereiche erlaubte es uns, Satoshi mehr Blöcke zuzuordnen, und zwar mit größerer Sicherheit: schätzungsweise 22.503 der ersten 54.316 abgebauten Blöcke. Für 50 dieser Blöcke wurden die Coinbase-Transaktionen (oder Abbau-Belohnungen) ausgegeben, eine davon sicherlich von Satoshi in einer Transaktion von 10 BTC an Hal Finney. […] Wir sind zuversichtlich, dass 18 der ausgegebenen Blöcke Satoshi gehörten, so dass insgesamt 907 BTC von Satoshi ausgegeben wurden (der Preis pro BTC betrug zum Zeitpunkt dieser Transaktionen weniger als 0,01 USD) und 1.122.693 BTC nicht ausgegeben wurden.

DeFi-Flippening

Während der Bitcoin-Kurs sich kaum von der Stelle bewegt, wirbeln DeFi Token den Krypto-Markt auf. So konnte sich der Synthetix Network Token (SNX) mit einer Marktkapitalisierung von 430 Millionen US-Dollar vor Maker (MKR) mit einer Marktkapitalisierung von 406 Millionen US-Dollar schieben. Auch Aave (LEND) konnte kurzzeitig die Position vor Maker einnehmen, ist aber in den letzten 24 Stunden mit einem Minus von über 12 Prozent wieder auf Platz 35 verdrängt worden.

So ergattert der SNX-Kurs mit einem beeindruckenden Wochenplus von 50 Prozent nun Platz 32 im Token-Ranking nach Marktkapitalisierung und notiert aktuell bei 3,82 US-Dollar. Der MKR-Kurs verbucht hingegen ein Plus von 1,5 Prozent im Wochenvergleich und rutscht bei einem Wechselkurs von 455,29 US-Dollar auf Platz 33.