Bei dem Versuch, gefährliche Chemikalien mit Bitcoin über das Dark Net zu kaufen, hat ein 45 Jähriger Bekanntschaft mit den Strafverfolgungsbehörden gemacht.

Den Ruf als Bezahlmittel für illegale Zwecke wird Bitcoin nicht los. Dafür sorgen Personen wie Jason William Siesser, der über das Darknet eine aufsehenerregende Bestellung aufgab.

Denn der 45-Jährige hat laut des Justizministeriums der Vereinigten Staaten (United States Department of Justice) versucht, mit Bitcoin über das Darknet eine chemische Waffen zu bestellen, „die Hunderte von Menschen töten kann“.

Zwischen dem 14. Juni und 23. August 2018 soll der Beschuldigte mehrmals bestimmte Mengen einer Chemikalie bestellt haben. Zur Auslieferung kam es glücklicherweise nicht. Laut Mitteilung des Justizministeriums hatte „diese Menge der chemischen Waffe die Kapazität, etwa 300 Menschen zu töten“. Umso erschreckender, dass der Warenwert dieser Bestellung bei nur 150 US-Dollar gelegen haben soll, die Siesser in Bitcoin zahlte.

Während einer Hausdurchsuchung im August 2018 konnten die Behörden weitere Chemikalien sicherstellen, darunter 10 Gramm Cadmiumarsenid, etwa 100 Gramm Cadmiummetall und ca. 500 ml Salzsäure. Welche Art von Anschlag Siesser plante, sei bislang unklar.

Um seinen Wohnort geheim zu halten, gab er die Lieferadresse eines Jugendlichen an. Daher muss er sich auch wegen des schweren Identitätsdiebstahls verantworten. Der Mann wurde bereits dem Richter vorgeführt und hat sich in den Anklagepunkten schuldig bekannt. Das Strafmaß liegt zwischen 5 Jahren ohne Bewährung und einer lebenslangen Haftstrafe in einem Bundesgefängnis.