Deutschland prescht bei der Krypto-Regulierung voran, während Russland Privacy Coins aufs Korn nimmt. Unterdessen nähert sich IOTA seiner nächsten Evolutionsstufe.

Willkommen zum BTC-ECHO News-Check mit Jan Heinrich Meyer.

Bitcoin ATM: Aus für Shitcoins-Automaten in Deutschland

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat vergangene Woche zahlreiche Bitcoin-Automaten in Deutschland stillgelegt. Obwohl nicht explizit verboten, bedarf es für den Betrieb von Bitcoin ATMs einer Lizenz. Diese konnte der Anbieter shitcoins.club nicht vorweisen. Die BaFin hatte das Unternehmen mit dem nicht gerade vertrauenseinflößenden Namen deshalb bereits im März den Betrieb von Bitcoin Automaten untersagt. Da shitcoins.club die behördliche Anordnung offenbar monatelang ignoriert hat, hat die BaFin Bitcoin ATMs an insgesamt 24 Standorten in Deutschland dicht gemacht.

Deutschland: Gesetz für Kryptowertpapiere kommt

Die Krypto-Regulierung in Deutschland hat einen großen Satz nach vorn gemacht. Mit einem Gesetzentwurf für elektronische- und Kryptowertpapiere hat Bundesjustizministerium gemeinsam mit dem Finanzministerium einen vielversprechenden Vorstoß auf den Weg gebracht. Unter anderem sieht der Gesetzentwurf zwei neue Register-Typen für digitale Wertpapiere vor: Ein zentrales Register für elektronische Wertpapiere sowie ein dezentrales, auf Blockchain oder einer anderen DLT basierendes Register für Kryptowertpapiere. Das deutsche Wertpapiergesetz steht damit kurz davor, doch noch Einzug in das 21. Jahrhundert zu halten.

Russland: Mit AI gegen DASH und XMR

Da Kryptowährungen, noch immer der Ruf anhaftet, ein beliebtes Instrument zur Geldwäsche zu sein, geraten sie immer wieder in den Fokus der Finanzaufseher. Die russische Behörde Federal Financial Monitoring Service, kurz Rosfinmonitoring, kümmert sich um die Bekämpfung von Geldwäsche im größten Flächenstaat der Erde. Nun hat die Behörde die Privacy Coins Dash (DASH) und Monero (XMR) ins Visier genommen. Rosfinmonitoring will künstliche Intelligenz dafür einsetzen, Transaktionen mit DASH beziehungsweise XMR teilweise zu deanonymisieren.

IOTA: Mit Siebenmeilensteifeln in Richtung 1.5

IOTA steuert unterdessen auf sein nächstes großes Update zu: Die Ankündigung von IOTA 1.5 aka Chrysalis hat den MIOTA-Kurs vergangene Woche beflügelt. Mit gutem Grund: Schließlich muss IOTA, um seinem Anspruch als Währung für das Internet der Dinge gerecht werden zu können, noch einige Große Hürden meistern. Dabei geht es nicht nur um den „Tod“ des Coordinators, bei dem noch immer alle Fäden des Tangles zusammen laufen. Auch am Transaktionsdurchsatz muss bei IOTA noch gefeilt werden. Mit Chrysalis erreicht IOTA über 1.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS). Das ist zwar deutlich mehr als beispielsweise Bitcoin mit seinen 3-7 TPS. Doch um den Daten-Austausch der künftigen IoT-Ökonomie zu stemmen reichen 1k TPS noch lange nicht aus.