Die chinesische Regierung gab bekannt, dass ihr Testprogramm zur digitalen Zentralbankwährung (CBDC) auf weitere Städte ausgeweitet wird.

Als China am 16. April dieses Jahres offiziell bekanntgegeben hat, dass es in einigen Städten den digitalen Yuan testet, war die Aufregung groß. China hatte ernst gemacht und die theoretischen Beurkundungen in die Praxis überführt. Nur rund ein halbes Jahr später wird dieses Testprogramm deutlich ausgeweitet. So gab das Wirtschaftsministerium diesen Freitag bekannt, dass es den digitalen Yuan in fast allen größeren Städten, inklusive der Hauptstadt Beijing, einführt.

Geschwindigkeit lässt andere Währungsräume alt aussehen

Es ist durchaus beängstigend mit welch einer Geschwindigkeit China die Tests zu Central Bank Digital Currencies (CBDC) durchführt. Chinas Zentralbank, die People’s Bank of China (PBOC), führt das Projekt kontinuierlich weiter, während EZB und Fed wie gelähmt am Seitenrand stehen. Spannend dabei ist, dass man auch im westlicheren Einzugsgebiet respektive den Sonderverwaltungszonen im Guangdong-Hongkong-Macao-Gebiet den digitalen Yuan testen möchte.

Dies kann man als selbstbewusstes Zeichen an die westliche Welt interpretieren, dass man sich nicht mit seinem Testprogramm verstecken braucht. Vor allem die CBDC-Tests im politisch brisanten Hong Kong kommen einer Provokation gleich. Der Start dieses neuen Testfensters dürfte zeitnah beginnen, da man Ende des Jahres bereits einen finalen Entwurf zum Design von CBDC vorweisen möchte.