Bitcoin erholt sich von den Abverkäufen und legt wieder zu. Beim direkten Kräftemessen des Handelsvolumens erlangt Ether aber einen Etappensieg.

Langsamen Schrittes schält sich der Bitcoin-Kurs (BTC) aus der Talsohle. Mit einem Plus von 0,9 Prozent auf Tagessicht notiert die größte aller Kryptowährungen zu Redaktionsschluss bei 10.265 US-Dollar und streckt somit zaghaft die Fühler nach der 11.000-Marke aus. Schaffen es die Bullen, den Bitcoin-Kurs über den Widerstand bei 10.452 US-Dollar zu befördern, scheint die größte Hürde genommen. Behalten die Bären jedoch die Oberhand, droht ein Abrutschen unter 10.000 US-Dollar. Unterstützung erhält der Bitcoin-Kurs (BTC) bei 9.963 US-Dollar.

Der Bitcoin-Kurs kann momentan von der Erholung an den traditionellen Finanzmärkten profitieren. Die Kurskorrektur, die Bitcoin bis Anfang der Woche unter den fünfstelligen Bereich drückte, spiegelte sich an den US-Börsen wieder. Allen voran der technologielastige Nasdaq musste nach wochenlanger Rallye auf Tech-Aktien deutlich Federn lassen. Die Indizes drehen jedoch nach einem kurzen Tauchgang wieder ins Plus – und Bitcoin mit.

Bitcoin-Kurs: Eine Marionette am Börsenparkett?

Dies zeigt: Der Krypto-Kosmos ist kein Paralleluniversum, er steht in permanenter Wechselwirkung zum Börsengeschehen. Krypto-Assets dienen vielen Investoren als Rücklage, um schnell an Liquidität zu kommen. Stolpern die Indizes, stoßen Börsianer zunächst ihre Krypto-Anlagen ab.

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Das kann den Bitcoin-Kurs schon mal in Bedrängnis bringen, wie sich um den schwarzen Donnerstag gezeigt hat. Auch der jüngste Kursrutsch fand sein Pendant an der Börse. Trotz guter Vorgaben am US-Arbeitsmarkt geriet die Rallye auf FAANG-Aktien (Facebook, Apple, Amazon, Netflix, Google) nach wochenlangen Höhenflügen ins Straucheln.

Wie Bytetree bemerkt, könnte vor allem ein starker US-Dollar der Kursentwicklung mittelfristig zusetzen. Wie sich an nachfolgender Grafik zeigt korreliert der Bitcoin-Kurs negativ mit dem US-Dollar. Steigt der Dollarkurs, fällt in aller Regel der Bitcoin-Kurs.

Trotz starker Netzwerkdaten hängt die Bitcoin-Kursentwicklung neben makroökonomischen Faktoren auch immer am seidenen Faden der Marktpsychologie. Kurzfristige Anlagestrategien sollten daher auch immer die Dynamiken der Aktienmärkte berücksichtigen. Auf lange Sicht brauchen Hodler jedoch Bytetree zufolge nur die Füße still halten und ihre Reserven hüten:

Im Jahr 2020 ist es wichtig, makroökonomisch zu denken, da externe Faktoren so einflussreich gewesen sind. Aber bedenken Sie, dass das Asset auf lange Sicht glänzt. Mindestens 95 Prozent der Wertentwicklung von Bitcoin ist auf das Wachstum des Netzwerks zurückzuführen. Wenn Sie so darüber nachdenken, machen Sie es sich einfach bequem und lassen Sie den Sturm vorüberziehen.

Netzwerke auf Rekordjagd

Trotz eines Rückgang der Marktkapitalisierung stehen die Fundamentaldaten der Netzwerke von Bitcoin und Ethereum auf Wachstum. Wegen steigender Handelsaktivitäten schnellen auch die Transaktionsgebühren in die Höhe. Der DeFi-Boom hat die Gebühren im Ethereum-Netzwerk schließlich am 2. September auf ein Allzeithoch von knapp 15 US-Dollar steigen lassen.

Da höhere Gebühren im Umkehrschluss auch höhere Gewinne für Miner bedeuten, stieg infolge die Hash Rate in beiden Netzwerken rasch an. Die Bitcoin Hash Rate stieg im Wochenvergleich um 4,2 Prozent und erreichte laut Glassnode am 7. September mit knapp über 150 TH/s ein neues Allzeithoch.

Die Hash Rate im Ethereum-Netzwerk legte ebenfalls einen Zahn zu und kletterte auf Wochensicht sogar um 7 Prozent auf 229 TH/s am 7. September.

Bitcoin vs. Ethereum

Dank des DeFi-Hypes haben sich nicht nur die Transaktionsgebühren und Hash Rate bei Ethereum in schwindelerregende Höhen katapultiert. Auch das Handelsvolumen hat sich rasant aufgebläht und erstmals seit Anfang 2018 das Bitcoin–Handelsvolumen in den Schatten gestellt.

Coinmetrics zufolge erreichte der 7-Tage-Durchschnitt des Ether-Transferwerts am 5. September 3.08 Milliarden US-Dollar und damit knapp mehr als die 3.01 Milliarden US-Dollar von Bitcoin. Dies ist vor allem auf den explosiv wachsenden DeFi-Markt zurückzuführen, deren Anwendungen auf der Smart-Contract-Architektur der Ethereum Blockchain aufbauen.

Denn im gleichen Maße ist auch das Handelsvolumen des Stable Coin USD Coin (USDC) gestiegen, der vermehrt in DeFi-Protokollen wie Uniswap und Curve Finance als Brückenwährung genutzt wird.

Auch wenn der nach wie vor recht junge DeFi-Markt durch gescheiterte Projekte zum ersten mal auf eine Belastungsprobe gestellt wird und derzeit mit Kapitalabflüssen zu kämpfen hat, wird die Wachstumskurve nach der Marktbereinigung wieder sehr wahrscheinlich gen Norden zeigen. Für Ethereum ein zweischneidiges Schwert: Während das Asset einerseits von einer steigenden Nachfrage profitiert, stößt das Netzwerk immer häufiger an seine Leistungskapazitäten. Dass volle DeFi-Potenzial dürfte daher erst mit der Einführung von Ethereum 2.0 ausgeschöpft werden.

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