Dezentrale Projekte benötigen Finanzierungsmöglichkeiten. Die Polkadot-Blockchain zeigt mit ihrer Treasury, wie ein derartiges Modell aussehen könnte.

Das Team hinter der Blockchain-Plattform Polkadot hat mit der Treasury ein Belohnungssystem für die eigenen Entwickler vorgestellt. Dank dieser Schatzkammer erhält die Community eine Entscheidungsmacht darüber, welche Projekte förderungswürdig sind. Erste Entwickler-Teams nahmen das Angebot bereits in Anspruch und reichten Fördervorschläge ein.

Hinter Polkadot steht die WEB3-Stiftung und der Ethereum-Mitbegründer Gavid Wood. Die Plattform soll einen Datenaustausch zwischen verschiedenen Blockchains ermöglichen. Dabei legt sie einen hohen Wert auf Governance durch die eigene Community.

Schatzkammer für Projekte, die „dem Netzwerk Schwung verleihen“

Die Polkadot Treasury speist sich aus automatisch generierten Mitteln. Dazu zählen neben Transaktionsgebühren und Slashing-Strafen auch Staking-Ineffizienzen und Parathreads. Jedes Mitglied der Community kann über ein automatisiertes Protokoll einen Vorschlag einreichen, wie mit diesen Geldern verfahren werden soll. Um einen Missbrauch des Mechanismus zu vermeiden, muss jeder Vorschlag mit einer Summe in Höhe von 5 Prozent des vorgeschlagenen Förderbetrags oder 100 DOT-Token untermauert werden. Die geförderten Projekte sollen dem Netzwerk zu Gute kommen, sie können aus einem der folgenden Bereiche stammen:

Bereitstellung und Fortführung der Infrastruktur, Netzwerksicherheitsmaßnahmen, Ökosystemvorkehrungen (Zusammenarbeit mit befreundeten Chains), Marketingaktivitäten (Werbung, bezahlte Funktionen, Kollaborationen), Community-Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit sowie Softwareentwicklung (Wallets und Wallet-Integration, Kunden und Kunden-Upgrades).

Polkadot Community entscheidet

Die Entscheidung über die Vergabe der Mittel trifft das Polkadot Council, das sich aus gewählten Mitgliedern der Community zusammensetzt. Da jeden Tag ein Prozent der nicht genutzten Mittel automatisch verbrannt werden, hat das Council einen Anreiz, sich für die Finanzierung von Projekten durchzuringen. In Zukunft ist zudem der Posten eines speziellen „Kurators“ geplant, der als Experte über die Förderanträge entscheiden soll.

Zu den Vorschlägen, die bereits eingegangen sind, zählen neben diversen Infrastrukturinitiativen auch ein Projekt für verbesserte Smart Contracts und eins für die Integration von digitalen Identitäten. Die Vorschläge stammen von den Entwickler-Teams von Redsport, Centrifuge, Polkascan und Encointer.

Zusätzlich zur eigentlichen Projektförderung können die Mittel ebenfalls als „Trinkgeld“ für engagierte Community-Mitglieder ausgegeben werden. Menschen die für Polkadot Übersetzungsarbeit leisten oder Artikel verfassen, erhalten für ihre Mühen so ebenfalls eine Entlohnung.

Im Ethereum-Ökosystem hat sich mit den Gitcoin Grants unterdessen eine vergleichbare Initiative formiert. Ethereum-Ethusiasten können sich dort per Spende am Ausbau des Netzwerks beteiligen. Dank großer Geldgeber wie der Ethereum Foundation kommen dabei in jüngster Zeit ansehnliche Beträge zusammen.

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