Der Token Sale der kanadischen Firma Kik Interactive Inc. löste einen langwierigen Rechtstreit aus. Hat Kik die Bundes-Wertpapiergesetze verletzt? Nun wurde ein Urteil gefällt.

Am 30. September 2020 fällte Richter Alvin Hellerstein das Urteil: Kiks Token Sale erfüllt die Definition einer Wertpapierausgabe. Damit stimmt er der Klage der SEC (kurz für U.S. Securities and Exchange Comission), dass die kanadische Firma Bundes-Wertpapiergesetze verletzt habe, zu.

Das 2017 durchgeführte ICO (kurz für Initial Coin Offering) der kanadischen Technologie-Firma Kik Interactive Inc. nahm damals 100 Millionen US-Dollar von US- sowie internationalen Investoren ein und löste dadurch einen langwierigen Rechtsstreit aus. Die Firma soll laut SEC Wertpapiere ohne Registrierung und ohne Befreiung von jener Registrierung verkauft haben.

Dabei behauptet die SEC, Kiks Umschwung zu digitalen Währungen sei eine opportunistische Methode um Geld zurückzugewinnen, was die Firma für viele Jahre an ihrem Kernprodukt, einem Messenger, verlor.

Der Howey Test bestätigt diese Behauptung nun. Dieser wurde vom obersten Gerichtshof entwickelt und soll feststellen, ob gewisse Transaktionen als Investitionsvertrag gelten. Die Devise: ICO-Teilnehmer hatten Erwartungen, aus dem Token Sale Profit zu schlagen. Das ICO gleicht einer Wertpapierausgabe.

Kik gibt nicht auf

Der Fall gilt als Präzedenzfall. Aufgrund der neuartigen Blockchain-Technologie gab es keine Fälle, an denen sich Richter H. orientieren konnte. Er analysierte das Business Modell sowie Äußerungen der Führungskräfte und kam zu dem Entschluss, dass Kiks ICO einem gewöhnlichen Unternehmen glich: Der Erfolg des digitalen Ökosystems bestimmt die Nachfrage nach dem Kin Token und somit den Profit der Investoren.

“In öffentlichen Meldungen und Werbeveranstaltungen erwähnte Kik explizit das Gewinnpotenzial. Der CEO von Kik erklärte, wie Angebot und Nachfrage den Wert des Kin Token bestimmen würden. Kik brachte nur ein limitiertes Angebot von Kin auf den Markt. Sobald die Nachfrage sich erhöht, würde sich auch der Wert Kins steigern”

Alvin Hellerstein

Hellertseins Anordnung sieht nun vor, dass die SEC und Kik vor dem 20. Oktober gemeinsam einen Urteilsvorschlag für eine einstweilige Verfügung und einen finanziellen Ausgleich vorlegen.

In einem Statement gegenüber dem Blockchain Newsportal The Block behauptet Kik, die Firma glaube weiterhin, dass das ICO dem Verkauf einer funktionellen Währung und nicht dem von Wertpapieren glich. Auch wenn das Urteil einen starken Rückschlag darstellt, wird dieses laut Kik die Kin-Foundation, das Kin-Token, und das wachsende Ökosystem an Entwicklern nicht beeinflussen. Das Ziel sei weiterhin, die meistgenutzte Kryptowährung zu werden.

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