Ripple hat für kleine und mittelständische Unternehmen eine Kredit-Funktion im RippleNet freigeschaltet und darüber hinaus eine Partnerschaft mit Lemon Way bekannt gegeben.

Die Unternehmensfinanzierung über den klassischen Bankkredit ist mit bürokratischen Hürden behaftet und gestaltet sich in der Praxis oftmals zäh. Ripple will den Prozess mit Blick auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) vereinfachen und präsentiert dafür eine neu freigeschaltete Beta-Funktion im RippleNet.

Über dessen ODL-Bezahllösung können Unternehmen künftig auch Kredite aufnehmen. Das Kürzel steht für On-Demand Liquidity, eine für den Interbankenverkehr zugeschnittene Software-Lösung, in der die hauseigene XRP als Brückenwährung für schnelle und kostengünstige Transaktionen zwischen Finanzinstituten eingesetzt wird. Durch vorfinanzierte Liquiditätskonten lassen sich Transaktionen per ODL schnell über den Globus verteilen. Banken können dabei auf einen XRP Token Pool zugreifen. Die ursprüngliche Landeswährung wird dabei zunächst in XRP getauscht und bei Abschluss der Transaktion in die Zielwährung gewechselt.

Begrenzter Zugang zu Betriebskapital ist für viele Unternehmen eines der größten Wachstumshindernisse. Im Gegensatz zu etablierten Unternehmen, die über große Bilanzen verfügen, die es ihnen ermöglichen, ihr Geschäft schnell zu skalieren, fehlt vielen Fintechs und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) das Kapital und die Ressourcen, um wettbewerbsfähig zu sein,

heißt es in der Pressemeldung. RippleNet-Kunden, die die ODL-Bezahllösung nutzen, können künftig mit der Line-of-Credit-Funktion XRP gegen entsprechende Gebühren von Ripple auf Kredit erwerben. Verschiedene Ripple-Kunden haben den Dienst bereits im Rahmen eines Pilotprogramms getestet.

Getreu dem Motto „Send Now, Pay Later“  können Kunden die langsam mahlenden Mühlen bei der Aufnahme eines Bankkredits umgehen und die Unternehmen schnell mit liquiden Mitteln aufpumpen.

Die Funktion eröffnet auch die Möglichkeit, das von vorfinanzierten Konten freigesetzte Kapital zu nutzen und weiter in ihr Geschäft zu investieren, um neue Märkte zu erschließen und neue Kunden zu erreichen.

Vor allem für kleine Unternehmen bietet sich dadurch die Möglichkeit, am globalen Zahlungsverkehr schnell und mit niedrigen Gebühren zu partizipieren.

Ripple-Partnerschaft mit Lemon Way

Zudem hat Ripple eine frisch gebackene Partnerschaft mit dem Unternehmen Lemon Way verkündet. Das Fintech entwickelt Bezahllösungen für Online-Marktplätze und Crowdfunding-Projekte. Durch die Partnerschaft ist Lemon Way über den RippleNet-Knotenpunkt künftig mit dem Zahlungsdienstleister Nium verbunden.

Mehr als 1.400 europäische Marktplätze, darunter 200 Crowdfunding-Plattformen, nutzen die Zahlungsdienste von Lemon Way bereits. Angesichts der konstant steigenden Transaktionsvolumina dockt das Unternehmen am RippleNet an, um Transaktionen im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr schneller zu verarbeiten.

Martin-Pierre Gaultier, Chief Commercial und Marketing Officer von Lemon Way teilt in der Pressemitteilung mit:

Als innovatives Unternehmen sind wir immer auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen und technologischen Fähigkeiten, die es uns ermöglichen, unseren Händlern bessere Dienstleistungen anzubieten. Unsere Partnerschaft mit Ripple ist ein Beweis dafür, und wir freuen uns, schnellere und kosteneffektivere Auszahlungen anbieten zu können, um die sich entwickelnden Bedürfnisse unserer Kunden und Händler zu unterstützen.

Der Anschluss an das RippleNet ermöglicht Lemon Way folglich die Abwicklung von Transaktionen mit Finanzinstituten in Echtzeit und zu geringen Gebühren. Dies sei ein wichtiger Schritt, um neue Kunden zu gewinnen und verankere zudem die Ripple-Zahlungsinfrastruktur ein Stück weit mehr im Online-Handel.

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