Bitcoin-Börse OKEx wartet auf den Schlüsseldienst, während die Hash Rate abhebt und Stack Funds sich als Hellseher versucht. Das Marktupdate.

Der Bitcoin-Kurs (BTC) hat sich noch in den frühen Morgenstunden über den Widerstand bei 11.500 US-Dollar geschlichen, seither aber über 200 US-Dollar an Wert eingebüßt. Auf Tagessicht knickt die größte Kryptowährung somit um 0,4 Prozent ein und wird zu Redaktionsschluss bei 11.296 US-Dollar gehandelt. Auslöser für den abrupten Kurswechsel waren höchstwahrscheinlich Unstimmigkeiten bei der Bitcoin-Börse OKEx.

Drama bei Bitcoin-Börse OKEx

Konfusion um OKEx: Wie die Bitcoin-Börse heute bekannt gegeben hat, sind zurzeit keine Abhebungen über die Exchange möglich. Zur Begründung heißt es, ein Private Key Holder “kooperiert mit einer öffentlichen Sicherheitsbehörde”. Da die Börse zurzeit keinen Kontakt zur betreffenden Person habe, ließen sich aktuell keine Transaktionen autorisieren.

Zu näheren Hintergründen hält sich die Börse bislang noch bedeckt. Die Einlagen der Kunden seien aber sicher, versichert die Börse in dem Schreiben:

Um im besten Interesse der Kunden zu handeln und einen außergewöhnlichen, langfristigen Kundenservice zu bieten, haben wir beschlossen, Abhebungen von digitalen Vermögenswerten/Kryptowährungen per [16. Oktober 2020 um 11:00 Uhr (Hongkong Zeit)] auszusetzen. Wir versichern, dass die anderen Funktionen von OKEx normal und stabil bleiben und die Sicherheit Ihrer Vermögenswerte bei OKEx nicht beeinträchtigt wird.

Sobald die Person wieder Transaktionen autorisieren kann, ließen sich auch wieder Auszahlungen vornehmen. Man entschuldige sich für die Unannehmlichkeiten und halte über die neuesten Entwicklungen in dieser Angelegenheit auf dem Laufenden.

Die in der Finanzoase Malta ansässige Börse OKEx ist ein Schwergewicht in der Bitcoin-Börsen-Landschaft und zählt mit Huobi und Binance zu den drei größten Krypto-Handelsplätzen im chinesischen Markt. Beim Derivatehandel liegt das Handelsvolumen der Börse laut Coingecko noch vor Binance auf dem ersten Platz. Durch die jüngsten Querelen könnten sich die Marktanteile aber neu verteilen.

Hash Rate auf Allzeithoch

ASICs laufen in 2020 auf Hochtouren. Seit dem Post-Halving-Einbruch im Mai eilt die Bitcoin Hash Rate von einem zum nächsten Allzeithoch. Am 14. Oktober war es schließlich mal wieder so weit: Mit über 144 Terahash pro Sekunde hat die gesamte Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk einen neuen Rekordwert aufgestellt.

Bitcoin Hash Rate

Das Netzwerk ist somit sicherer als je zuvor. Nährboden für den kontinuierlichen Hash-Rate-Anstieg ist die Bitcoin-Kursentwicklung. Die Mining-Profitabilität steigt mit dem BTC-Kurs. Da gleiches auch in umgekehrte Richtung gilt, erklärt sich der Knick im Zuge der Halbierung der Blockbelohnungen durch das Bitcoin Halving.

Trotz der Kurskorrektur über die 11.000-US-Dollar-Marke bleibt die Gewinnmarge beim Bitcoin Mining nach wie vor bescheiden. Laut F2Pool verdienen Bitcoin Miner mit einem Antminer S19 Pro, der zurzeit leistungsstärksten Mining-Hardware, im Schnitt 4,68 US-Dollar am Tag. Ether-Miner kommen hingegen mit einem GTX TitanV 8 cards auf 13,94 US-Dollar. So erklärt sich auch, warum die Krypto-Malocher dem Miners Rolling Inventory von Bytetree zufolge derzeit mehr Bitcoin veräußern als sie schürfen.

Bitcoin unter Wert?

Laut des aktuellen Marktberichts von Stack Funds handelt Bitcoin noch unter seinem Wert. Stack Funds beruft sich bei der Schlussfolgerung auf die MVRV-Ratio (market value to realized value). Die MVRV-Ratio ist eine Kennziffer, die den Marktwert zum realisierten Wert in Beziehung setzt. Demnach zeigt der Trend „einen ähnlichen Verlauf wie damals beim Bullenlauf 2017, mit einer stetigen Wachstumsneigung, die eine identische Unterstützungs-Trendlinie mehrfach getestet hat“.

MVRV (Bitcoin)

Angesichts der Unterstützung (blaue Linie) sei „in naher Zukunft ein signifikanter Bruch von 2,0“ zu erwarten. Infolge dürfte der Spitzenwert aus 2019 von 2,5 erneut getestet werden, „was den Bitcoin-Kurs über die 15.000-US-Dollar-Marke bringen wird“.

Der Aufwärtstrend sei folglich nicht zuletzt auf die steigende Nachfrage aufseiten großer Unternehmen und institutioneller Investoren zurückzuführen, die frisches Kapital in den Krypto-Markt spülen.

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