Everipedia und Chainlink arbeiten zusammen, um die US-Wahlergebnisse von The Associated Press (AP) auf die Blockchain zu bringen und Fake News das Handwerk zu legen.

Die Präsidentenwahl in den USA schlägt schon im Vorfeld hohe Wellen. Meinungsumfragen sagen einen überaus knappen Ausgang voraus. Amtsinhaber Trump sieht sich bereits jetzt mit Vorwürfen der versuchten Wahlmanipulation konfrontiert, während er den Demokraten dasselbe vorwirft. Insbesondere die Briefwahl ist ein heiß diskutiertes Thema, weil die hiermit abgegebenen Stimmen sich durchaus als Zünglein an der Waage entpuppen könnten. 

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Da erscheint es nur logisch, die Blockchain–Technologie zum Einsatz zu bringen, um die Wahlergebnisse vor Manipulation zu schützen. Zu einem solchen Schritt ist es jetzt auch gekommen. 

Die Online-Enzyklopädie Everipedia wird laut eigener Mitteilung mit dem Oracle-Netzwerk Chainlink zusammenarbeiten, um die US-Wahlergebnisse von The Associated Press (AP) auf höchst sichere und manipulationssichere Weise auf die Blockchain zu bringen. Der Netzwerkknoten (Node) von Everipedia und Chainlink bietet per Smart Contracts Zugriff auf US-Wahldaten. Deren Unterstützung erfolgt durch einen kryptografischen Nachweis, der zur Überprüfung der Daten aus dem gemeinsamen Node zum Einsatz kommt.  Die Associated Press ist ein einflussreiches Organ der Berichterstattung. Bereits seit 1848 berichtet AP sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene über die Wahlen in den USA.

AP setzt auf Verifikation per Blockchain

Ermöglicht wird diese Integration durch die Nutzung der Oracle-Infrastruktur von Chainlink.  Mit ihrer Hilfe kann die AP die Wahlergebnisse über mehrere verschiedene Blockchains hinweg gleichzeitig verifizieren und veröffentlichen. Durch die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Daten, die on-chain und mit starken Garantien versehen zur Verfügung gestellt werden, bietet der Chainlink eine Vielzahl neuer Anwendungsfälle sowohl für DeFi als auch darüber hinaus.

Medienberichte merken bereits an, dass auch dieses Verfahren nicht zu 100 Prozent sicher sei. Es bestehe nach wie vor die Möglichkeit für jemanden, die Kernsysteme von AP zu hacken. Derjenige könnte auch die Schlüssel, die die Signatur der Daten darstellen, stehlen. Aber abgesehen davon ist diese Methode wesentlich zuverlässiger als das einfache Verschicken der Auszählungen per E-Mail.

In Zeiten von Fake News kann man diesen Versuch, per Blockchain etwas gegen Falschmeldungen zu unternehmen, sicherlich nur begrüßen. Dies ist allerdings nicht der erste Versuch, die Blockchain in der Nachrichtenwelt in den USA einzusetzen. Im vergangenen Jahr startete die New York Times ihr News Provenance Project zur Bekämpfung von Fehlinformationen. Darin findet die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) zur Überprüfung der Medienquelle und möglicher nachträglicher Bearbeitungen von Bildmaterial Anwendung.

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