Das Finanzministerium von Hong Kong plant, die länderübergreifenden Transaktionsmöglichkeiten von Chinas digitaler Zentralbankenwährung (CBDC) zu testen.

Mehr als 80 Prozent der weltweiten Zentralbanken haben angegeben, sich mit digitalen Währungen auseinanderzusetzten. So auch die People’s Bank of China (PBoC). Diese übernimmt nun die Führung in der Forschung und Entwicklung des digitalen Renminbi, den DC/EP. Im April 2020 wurde bereits angekündigt, entsprechende Versuche mit der CBDC in vier Städten zu starten.

Am 14. Oktober 2020 gab Hongkongs Finanzminister Christopher Hui in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Regierung eine Zusammenarbeit mit den Behörden bei Chinas Projekt für digitale Währungen, dem digitalen Yuan erwäge. Die Regierung lege derweil großen Wert auf die Entwicklung von Finanztechnologien. Sie sei entschlossen, Hong Kongs Position als globale Drehscheibe für die offizielle Währung Chinas, dem Renminbi zu nutzen. Hui äußerte sich in Absprache mit der Hongkonger Währungsbehörde wie folgt:

Wenn der digitale Yuan auf grenzüberschreitende Zahlungen angewendet werden kann, würde dies die gegenseitige Konnektivität zwischen China und Hongkong weiter fördern.

Die Priorität der HKMA bestehe darin, eine digitale Währung zu entwickeln, um grenzübergreifende Zahlungen effizient zu gestalten. Forschungsergebnissen zu Folge habe die Anwendung von CBDC auf Ebene des Großhandels und des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs ein größeres Potential; vor allem, weil Hong Kong bereits über eine effiziente Zahlungsinfrastruktur für Privatkunden verfüge. Um in diesem Bereich tätig zu werden, hat die Zentralbank ein neues Projekt ins Leben gerufen. Mit „LionRock“ soll untersucht werden, wie Hong Kong die Chancen aus der Entwicklung des DC / EP nutzen kann.

Digitaler Yuan könnte länderübergreifende Transaktionen vereinfachen

Die Interessen der Regierungsbehörde in Hong Kong an der digitalen Währung der PBoC beruhen darauf, dass diese grenzüberschreitende Transaktionen vereinfachen könnten. Hui erklärte:

Wenn die von der Volksbank von China entwickelte digitale Währung auf grenzüberschreitende Zahlungen angewendet werden kann, würde dies die gegenseitige Konnektivität zwischen dem Festland (einschließlich Guangdong-Hongkong) weiter fördern.

Die Regierung und die HKMA hätten weiterhin vor, die Kommunikation aufrechtzuerhalten.

Verliert Europa den Anschluss?

Während Chinas Zentralbank den DC/EP bereits in einigen Regionen und Anwendungsfeldern testet, sind die Notenbanken in hiesigen Breitengraden nach wie vor zaghaft in Sachen CBDC. Zuletzt beteuerte Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, dass es keinen Schnellschuss in Richtung digitaler Euro geben soll. Zunächst gelte es zu klären, „unter welchen Bedingungen die Einführung einer CBDC oder eines digitalen Euro für die Öffentlichkeit wünschenswert wären“, so der Zentralbanker in einer Rede am 20. Oktober.

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