Die Bitcoin-Marktkapitalisierung hat ein Allzeithoch geknackt, während sich die Miner-Einnahmen wieder auf einem Pre-Halving-Niveau einpendeln. Das Marktupdate.

Der Bitcoin-Kurs (BTC) dreht nach den rasanten Kursaufschlägen der letzte Tage ins Minus und knickt auf Tagessicht um 2,9 Prozent ein. Zu Redaktionsschluss wird die größte Kryptowährung bei 17.580 US-Dollar gehandelt und notiert im Vergleich zum Vortag somit rund 600 US-Dollar niedriger.

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Dass die Krypto-Leitwährung angesichts der jüngsten Kursexplosion ins „Straucheln“ gerät, überrascht wenig. Viele Anleger ziehen die Bremse und nehmen ihre Gewinne mit. Der Einbruch dürfte aber nur eine Momentaufnahmen sein, bevor Bitcoin seine Marschroute in Richtung Allzeithoch wieder aufnimmt. Konsolidierungsphasen sind schließlich nötig, um den zuletzt aufgeheizten Markt wieder etwas abzukühlen. Nicht wenige Investoren dürfte diese Gelegenheit nutzen, um Bitcoin mit Blick auf zu erwartende Kurssteigerungen noch zu günstigen Konditionen nachzukaufen.

BTC-Marktkapitalisierung auf Allzeithoch

Die Bitcoin-Rallye hat jede Menge frisches Geld in den Markt gespült. In den vergangenen Tagen und Wochen hat sich die Marktkapitalisierung zusehends aufgebläht und mit aktuell 327 Milliarden US-Dollar schließlich das vorherige Allzeithoch vom Dezember 2017 um knapp 5 Milliarden US-Dollar übertrumpft.

Obwohl sich die Marktkapitalisierung bereits auf Allzeithoch bewegt, lässt der Bitcoin-Kurs noch etwas auf sich warten. Das Gefälle zwischen Marktkapitalisierung und Bitcoin-Kurs erklärt sich jedoch durch den in den letzten Jahren konstant gestiegen BTC-Supply. Die Marktkapitalisierung verteilt sich schließlich auf mehr Coins als noch in 2017.

Miner reiben sich die Hände

Bitcoin Miner können sich dieses Jahr nicht über zu wenig Turbulenzen beschweren. Nach dem Corona-bedingten Markt-Crash Mitte März hat das Halving nur zwei Monate später das Einkommen der Krypto-Schürfer erneut halbiert. Eine zähe Konsolidierungsphase im Sommer schließlich hat einen Großteil der Miner gezwungen, mehr Bitcoin zu verkaufen als gemined wurden. Der „Bitcoin-Bergbau“ drohte, über kurz oder lang ein Verlustgeschäft zu werden.

Doch die Karten haben sich neu gemischt. Wie Glassnode per Tweet erklärt, knüpfen die Einnahmen wieder an das Pre-Halving-Niveau an. Laut F2pool verdienen Miner mir der leistungsstärksten Hardware abzüglich aller Kosten im Schnitt rund 10.85 US-Dollar am Tag, wohlgemerkt pro Gerät.

Die Mehreinnahmen dürften letztlich den Anreiz erhöhen und Mining Pools im hart umkämpften Rennen um einen gültigen Hash eventuell nachrüsten lassen. Das kommt letztlich dem Netzwerk zugute, wird es bei steigender Hash Rate schließlich immer sicherer.

Quelle Blockchain.com

Nach einem kürzlichen Einbruch der Hash Rate, die die zweitgrößte Korrektur der Mining Difficulty in der BTC-Historie zur Folge hatte, erholt sich diese auch wieder und steigt mit aktuell 127 EH/s allmählich wieder in Richtung Allzeithoch.

Bitcoin-Optionen auf Allzeithoch

Auch an den Terminmärkten schlägt der Bitcoin Hype hohe Wellen. Mit über 4,3 Milliarden US-Dollar hat das an allen Börsen aggregierte Handelsvolumen der noch offenen Optionen gestern laut Skew ein neues Allzeithoch geknackt. Wie die nachfolgende Grafik zeigt, hat sich das Open Interest, also die Menge aller noch ausstehenden Kontrakte, in den letzten Wochen sukzessive nach oben geschraubt.

Dass der BTC-Derivatehandel durch die Decke schießt, ist ein Indiz für einen noch möglicherweise ereignisreichen Jahresabschluss. Eine rege Handelsaktivität bei den Termingeschäften könnte somit Vorbote einer baldigen Rallye-Phase sein.