Wirtschaftsprüfer PwC attestiert der Blockchain-Technologie einen gewaltigen Beitrag zum globalen BIP in den kommenden Jahren.

Im Rahmen ihrer Studie „Time for Trust“ hat sich die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) mit dem wirtschaftlichen Potenzial der Blockchain-Technologie beschäftigt. Das Ergebnis erfreut, überrascht angesichts des anhaltenden Blockchain-Hypes aber auch nicht ernsthaft. Durch die vermehrte und branchenübergreifende Integration der Blockchain-Technologie prognostizieren die Experten einen Beitrag von etwa 66 Milliarden US-Dollar zum globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP). Bis 2030 wird dieser Beitrag gar auf 1,76 Billionen US-Dollar steigen und damit 1,4 Prozent des gesamten, weltweit erwirtschafteten BIP ausmachen, so die Schätzung. 

Viele Unternehmen haben die Vorzüge der Blockchain-Technologie bereits erkannt. Diese Einsatzmöglichkeiten werden weiter ausgebaut, zusätzlich würden weitere Firmen dazukommen, die die Technologie in ihr Ökosystem integrieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Blockchain ermöglicht das Zertifizieren von Dokumenten, die sichere Datenverschlüsselung und das Generieren digitaler Assets. Die fälschungssichere Abwicklung von Transaktionen kann in Echtzeit weltweit ohne Intermediäre und die damit verbundenen Kosten erfolgen.

Von diesen Vorteilen profitieren nicht nur die Unternehmen selbst, sondern auch deren Geschäftspartner. 

Das Potential der Blockchain wird nicht ausgeschöpft, wenn ein Unternehmen die Technologie nur für den internen Gebrauch aufbaut. Der größte Vorteil einer Blockchain ist, dass sie das Vertrauen zwischen Unternehmen fördert und einen gleichberechtigten Austausch ermöglicht, der Zwischenhändler ausschließt.

Husen Kapasi, Blockchain Leader bei PwC Europe

Blockchain besonders in China und USA auf dem Vormarsch

Die PwC-Studie sieht China und die USA als Vorreiter beim Blockchain-Einsatz. In Europa lägen Schweden, Luxemburg und Deutschland vorne. Bis 2030 könnten durch die Blockchain rund 890.000 neue Arbeitsplätze in der Bundesrepublik entstehen. Auch der Einsatz der Blockchain für digitale Assets wird laut PwC ganz wesentlich zum Wachstum des BIP beitragen. Digitales Zentralbankgeld (CBDC) ist bei Notenbanken rund um den Globus ein großes Thema. Den Anteil des Krypto-Sektors am BIP-Anstieg beziffert die Studie mit 433 Milliarden US-Dollar.

Seit Anfang 2020 ist in Deutschland eine Regulierung für die Verwahrung von Krypto-Assets in Kraft. Sie gelten damit als lizenzpflichtige Finanzdienstleistungen, für die eine Zulassung durch die Finanzaufsicht BaFin obligatorisch ist. Für Thomas Schönfeld, Direktor im Bereich Financial Services bei PwC Deutschland, ist das ein positives Signal für die Branche:

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Das Interesse der Finanzbranche an der Blockchain und Krypto-Assets steigt. Die Regulierung treibt diese Entwicklungen noch voran. Durch die aktuellen Gesetzesänderungen für die Krypto-Asset-Verwahrung und elektronische Wertpapiere institutionalisiert sich die Krypto-Industrie.

Thomas Schönfeld, PwC Deutschland