Die anhaltende Bitcoin-Rallye zieht den gesamten Krypto-Markt nach oben. Derweil zieht es den Ether Supply in den DeFi-Sektor. Das Marktupdate.

Nach dem gestrigen Tauchgang legt sich der Bitcoin-Kurs pünktlich zum Wochenende noch einmal ins Zeug und klettert in den frühen Morgenstunden souverän über die 18.000 US-Dollar-Marke. Viel fehlt nicht mehr bis zum Allzeithoch. In Anbetracht der raschen Kurszuwächse scheint das Erreichen der Zielmarke auch nur noch reine Formsache. Auf Tagessicht legt der Bitcoin-Kurs um 2,8 Prozent zu und wird somit zu Redaktionsschluss bei 18.241 US-Dollar gehandelt.

Auf dem Weg zur neuen Spitzenmarke hat Bitcoin mit aktuell über 335 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung bereits ein neues Allzeithoch aufgestellt. In Punkto Marktdominanz lässt die größte Kryptowährung gegenüber den Altcoins somit wieder die Muskeln spielen. Die BTC-Dominanz liegt mit zurzeit knapp 67 Prozent nur unweit unter dem bisherigen Jahreshoch von 69 Prozent im Mai. Auch diese Marke dürfte bei anhaltender Rallye aber bald fallen.

Der wieder entflammte Bitcoin Hype spiegelt sich in einer hohen On-Chain-Handelsaktivität wider. Coinmetrics zufolge belief sich die Anzahl aktiver Adressen am 18. November auf über 1,19 Millionen Adressen – der höchst gemessene Wert seit Januar 2018.

Altcoins drehen auf

Doch nicht nur Bitcoin befindet sich im Höhenrausch. Von dem BTC-Auftrieb profitiert aktuell nahezu der gesamte Krypto-Markt. Mit Ausnahme von Bitcoin Cash (BCH) drehen alle Top-Coins auf Wochensicht ins Plus.

Quelle Coin360

Im Bitcoin-Windschatten legt insbesondere Ether (ETH) rasch zu. Am Mittwoch hat die zweitgrößte Kryptowährung mit 492 US-Dollar ein neues Jahreshoch aufgestellt und deutet mit einem 24-stündigen Plus von 3,2 Prozent den nächsten Angriff auf die Marke an. Zu Redaktionsschluss notiert der Ether-Kurs bei 485 US-Dollar und verbucht eine Wertsteigerung von 5,6 Prozent im Wochenvergleich.

Die Ether-Rallye wird nicht zuletzt durch die konstant steigende Einbindung in DeFi-Anwendungen verstärkt. So verschiebt sich der Supply allmählich von den Börsen zu den dezentralen Finanzen. Wie die nachfolgende Grafik von Glassnode zeigt, ist der Anteil der Ether-Angebotsmenge in Smart Contracts auf über 15 Prozent gestiegen. Im gleichen Zug ist der von Börsen gehaltene Supply auf 15,7 Millionen geschrumpft.

Auch der Fußabdruck von Bitcoin wird im DeFi-Ökosystem immer größer. Der Circulating Supply von Wrapped Bitcoin (WBTC), einem durch Bitcoin 1:1 gedeckten ERC20-Token, ist bereits auf über 124.000 Einheiten gestiegen. Bei gegenwärtigem Wechselkurs beläuft sich der Total Value Locked (TVL), also das Gesamtvolumen der in DeFi-Anwendungen integrierten Token, somit auf über 2,2 Milliarden US-Dollar.

Laut Defipulse kommt der gesamte DeFi-Markt derzeit auf ein TVL von rund 13,8 Milliarden US-Dollar. Allein Wrapped Bitcoin stellt somit rund 16 Prozent des Gesamtwerts aller in DeFi-Anwendungen eingebundenen Token. Somit baut Bitcoin auch im aufstrebenden DeFi-Sektor seine Dominanz weiter aus, zumindest auf indirektem Wege. In seiner tokenisierten Daseinsform als WBTC entwickelt sich das Asset zu einer festen DeFi-Größe und ist dadurch auch wiederum Nutznießer, schließlich treibt die steigende BTC-Nachfrage im Smart-Contract-basierten Sektor auch den Wechselkurs in die Höhe.

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