Die Menge an Bitcoin ist bekanntlich begrenzt. Wie groß aber ist der Anteil an verlorenen BTC? Chainalysis geht dieser Frage auf den Grund und sieht den gestiegene Zahl institutioneller Anleger als Kurstreiber.

Um verlorene Bitcoins ranken sich viele Mythen. Das Blockchain-Analyse-Unternehmen Chainalysis ist auf der Suche nach Gründen für die BTC-Kursrallye 2020 zu einem höchst bemerkenswerten Ergebnis gelangt. 

In seinem neuen Report sagt das Unternehmen, dass derzeit etwa 14,8 Millionen Bitcoin im Umlauf sind. Dazu kommt allerdings noch eine beträchtliche Menge an BTC, zu der es mittlerweile keinen Zugang mehr gibt. Das sind laut derzeitigem Kenntnisstand 3,7 Millionen Bitcoin im Wert von etwa 66,5 Milliarden Dollar. Sie gelten für immer als verloren und für neue Käufer nicht mehr verfügbar. Der Verlust kann ganz unterschiedliche Gründe haben, über verlorene Private Keys, abhanden gekommene Hardware Wallets oder Festplatten bis hin zu verstorbenen Eigentümern, die den Zugang nicht weitervererbt haben. 

Wie groß der Anteil an Hardcore-Hodlern ist, die ihr Bitcoin-Vermögen sozusagen „aus Prinzip“ nicht anrühren? Darüber kann man im Grunde nur spekulieren. Der Chainalysis-Report unternimmt zumindest eine Annäherungshypothese und sieht jedenfalls einige Parallelen zum BTC-Kursanstieg von 2017.

Anteil an institutionellen BTC-Anlegern wächst

Im Moment sieht der die Menge der liquiden Bitcoins ähnlich hoch wie während der Kursrallye 2017. Aber die in sogenannten ‚illiquiden’ Wallets aufbewahrte Menge ist viel höher als damals und macht derzeit 77 Prozent der 14,8 Millionen Bitcoin aus. ‚Illiquide’ Wallets werden nicht als verloren eingestuft. Chainalysis verwendet diesen Begriff, wenn die BTC seit fünf Jahren oder länger nicht von ihrer derzeitigen Adresse transferiert wurden. Dahinter vermutet man meist institutionelle Anleger.

Dieser hohe Anteil an ‚illiquiden‘ BTC bedeutet im Umkehrschluss, dass den Käufern bei steigender Nachfrage ein Pool von nur noch 3,4 Millionen Bitcoin zur Verfügung steht. Die Nachfrage nimmt aber zu, wie der Chainalysis-Report zweifelsfrei zeigt. Die Handelsintensität misst die Anzahl der Male, die jeder an einer Börse eingezahlte Bitcoin dort gehandelt wird, bevor sie die Plattform verlässt. Sie liegt derzeit 38 Prozent über dem 180-Tage-Durchschnitt.

Der Report mag zwar keine Prognose abgeben, wie lange der Kurs noch steigt. Doch sieht er durchaus positive Signale für die Kryptowährung.

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 Ein Vergleich dieser Hausse mit der von 2017 lässt vermuten, dass die Anleger klüger und strategischer geworden sind. Sie kaufen Bitcoin, um einen bestimmten Anwendungsfall zu erfüllen und nicht, um auf eine neue Anlage zu spekulieren, die gerade angesagt ist. Wenn Bitcoin weiterhin eine wirksame Absicherung gegen makroökonomische Trends sein kann, glauben wir, dass mehr und mehr institutionelle Investoren Geld in BTC investieren werden. Dieser Schritt wird sicherlich zu einer noch größeren Akzeptanz im Mainstream führen.

Chainalysis Team