Viele Krypto-Fans schätzen Kryptowährungen wie Bitcoin vor allem aufgrund der Dezentralität und Freiheit sämtlicher Regularien. Dass Letzteres für Nutzer jedoch auch zum Nachteil werden kann, zeigt ein aktuelles Beispiel eines deutschen Programmierers in den USA.

Eigentlich hatte Stefan Thomas alles richtig gemacht, als er im Jahr 2011 mehrere Tausend Bitcoins von einem Hodler erhielt und diese bis heute nicht verkaufte. Berichten der New York Times zufolge, ist er in Besitz von 7.002 Bitcoin im Wert von ungefähr 242.380.000 US-Dollar (Stand: 13.01.2021). Er speicherte das Passwort seiner Wallet auf einer Festplatte namens IronKey und schrieb es zur Sicherheit zusätzlich auf einen Zettel. Doch genau diesen Zettel findet er nun nicht mehr.

Ohne den Zugriff auf die Wallet sind die Bitcoins für ihn wertlos. Nutzer von IronKey haben insgesamt zehn Versuche, das richtige Passwort einzugeben, bis die Festplatte gesperrt wird und die Bitcoins folglich für immer verloren sind. Thomas versuchte bereits acht Mal sein Glück – jedoch ohne Erfolg.

Ich liege nur im Bett und denke darüber nach. Dann gehe ich mit einer neuen Strategie an den Computer, es funktioniert nicht und ich bin wieder verzweifelt.

Auch die Hersteller der Festplatte konnten dem Programmierer auf seiner Passwort-Suche nicht weiterhelfen. Schließlich beschloss Thomas, die Computer mit den verloren gegangenen Bitcoins aus seinem Blickfeld zu schaffen, da er sich bei ihrem Anblick ständig an seinen Fauxpas erinnert fühlte.

Thomas Verlust ist kein Einzelfall

Kunden des traditionellen Bankwesens verlieren durch das Vergessen ihres Passworts nicht automatisch ihr Vermögen. Anders verhält es sich bei Nutzern einer Krypto-Wallet. Genau vor diesem Problem warnte Jan Bindig, CEO beim Datenrettungsspezialist Datarecovery, bereits im Jahr 2018:

Wer sein Passwort verliert oder vergisst, hat automatisch alle seine Bitcoins verloren.

Trotz dieser Warnhinweise scheinen Nutzer wieder und wieder den gleichen Fehler zu begehen. So auch ein in Los Angeles ansässiger Unternehmer. Auch der vergaß sein Passwort und verlor auf diese Weise Tausende von Bitcoins. Gegenüber der Zeitung Brad Yasar sagte er, dass er im Laufe der Jahre mehrere hundert Stunden damit verbracht hätte, wieder in seine Wallet zu gelangen.

Laut Chainalysis seien bereits ein Fünftel der existierenden 18,5 Millionen Bitcoins auf diese Weise verloren gegangen. 3,7 Millionen Bitcoin hätten sich somit quasi einfach in Luft aufgelöst.

 
Source: BTC-ECHO

Der Beitrag Hodler verliert Bitcoins im Wert von 242 Millionen US-Dollar erschien zuerst auf BTC-ECHO.