Bitcoin ist mit einer Rekord-Hash-Rate sicherer denn je. Darüber hinaus stellen Kleinst-Investoren mittlerweile 50 Prozent der Bitcoin-Adressen. Die Vermögensverteilung ist indes noch ausbaufähig. Das Marktupdate.

Bitcoin (BTC) ist vor allem eine Antwort auf das aus den Fugen geratene Finanzsystem – diese Überzeugung ist fester Bestandteil der Krypto-Liturgie. Neben der algorithmisch definierten Schöpfungsrate zählt vor allem die Dezentralität des Netzwerks zu den großen Stärken von BTC. Über 73.000 Netzwerkknoten (Nodes) kontrollieren mittlerweile die Bitcoin Blockchain. Das zeigen Daten des Bitcoin-Core-Entwicklers Luke Dashjr.

Bitcoin-Implementierungen (Auszug, Screenshot) Quelle: Luke Dashjr

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Knapp 10.000 davon sind sogenannte Listening Nodes (mehr zum Thema Nodes hier).

Bitcoin Cash und BSV: 51-Prozent-Angriff zum Schnäppchenpreis

Auch was die Rechenleistung (Hash Rate) angeht, die das Bitcoin-Netzwerk sichert, ist BTC nach wie vor unerreicht. Sowohl BTC als auch seine Fork BCH und die BCH Fork BSV verwenden den SHA-256 Algorithmus für ihren Proof of Work. Dass BTC nach wie vor mit großem Abstand der Liebling der Miner ist, illustrieren indessen Daten von Coindance auf eindrucksvolle Weise.

Hash Rates von BTC, BCH und BSV (Stand: 3.3.2021). Quelle: Coin Dance

Die hohe Hash Rate sorgt dafür, dass ein Angriff auf das Bitcoin-Netzwerk eine äußerst kostspielige Angelegenheit ist. Schließlich müsste ein Angreifer über 51 Prozent der Rechenleistung des Netzwerks zur Verfügung stellen, um eine Chance zu haben, die Blockchain nach seinen Wünschen umzuschreiben. Mit gemieteter Hardware würde ein solcher Angriff aktuell über 700.000 US-Dollar pro Stunde kosten. Aufgrund der vielen Augen, die die Bitcoin Blockchain überwachen, stehen die Chancen für einen unentdeckten Angriff bei null. Im Fall des Falles würde der von einem Angreifer propagierte Zweig der Blockchain vom Netzwerk mittels einer Fork abgestoßen, wie der Schwanz einer Eidechse.

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Ein 51-Prozent-Angriff auf Bitcoin Cash (BCH) wäre dagegen schon für 8.560 USD die Stunde möglich, zumindest nach den Preisen des Cloud-Mining-Anbieters NiceHash. Noch düsterer sieht es bei Bitcoin Satoshi Vision aus: Hier würde eine 51-Prozent-Attacke mit lediglich 6.912 USD zu Buche schlagen.

Kosten einer 51-Prozent-Attacke mit gemieteter Hardware (Stand: 3.3.2021). Quelle: Crypto51

Luft nach unten: Die Vermögensverteilung in Bitcoin

Eine andere Facette der Dezentralisierung ist die Vermögensverteilung innerhalb von Bitcoin. Auch von dieser Front gibt es positive Neuigkeiten, jedoch nicht ohne Wermutstropfen. So hat zwar die Zahl der Wallets, auf denen mindestens ein Satoshi liegt, jüngst ein neues Allzeithoch aufgestellt. Das geht aus den Daten des Blockchain-Analysehauses Glassnode hervor.

Bitcoin-Adressen mit mindestens einem Satoshi. Quelle: Glassnode Studio

Dabei machen Wallets mit einem Betrag zwischen 0 und 0.001 BTC mittlerweile rund die Hälfte der BTC-Adressen aus. Allerdings verfügen diese Mini Hodler mit insgesamt 3.823 BTC lediglich über 0,02 Prozent aller Bitcoin-Einheiten. Den größten Anteil besitzen mit rund 29 Prozent Adressen, auf denen zwischen 1.000 und 10.000 BTC lagern.

Die Vermögensverteilung bei Bitcoin. Quelle: Bitinfocharts

Angeführt wird die BTC “Rich List” unterdessen von den Wallets der Bitcoin-Börsen. Die Top 3 der reichsten Adressen belegen laut der Tracking-Seite Bitinfocharts Cold Wallets von Huobi (141.452 BTC), Binance (118.485 BTC) und Bitfinex (98.511 BTC). Dabei kontrollieren alleine die beiden Cold Wallets von Huobi und Binance 1,39 Prozent aller BTC. Von bitinfocharts nicht erfasst sind die Cold-Wallet-Bestände von Coinbase, die mit 747.000 mit Abstand die größten sind. Was jedoch alle Bitcoin-Börsen miteinander verbindet ist die Tendenz, dass ihnen langsam aber sicher die BTC auszugehen drohen. Einen Hoffnungsschimmer gibt indes: Die Zahl der großen BTC-Wale mit mehr als 10.000 BTC befindet sich seit November 2020 im Sturzflug.

Bitcoin-Adressen mit mehr als 10.000 BTC. Quelle: Glassnode Studio

Dennoch bleibt festzuhalten: Während die Dezentralisierung und Sicherheit des BTC-Netzwerks sich auf Rekord-Niveau bewegen, ist bei der Vermögensverteilung noch deutlich Luft nach oben.

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