Goldman Sachs fiel in jüngster Zeit wiederholt durch eine bullische Haltung auf. Nun bieten die Investmentbanker ihren Kunden eine weitere Pforte hinein in die Bitcoin-Welt.

Ein geplantes Finanzprodukt von Goldman Sachs birgt das Potenzial, Kunden der Großbank indirekte Investitionen in Bitcoin zu ermöglichen. Den entsprechenden Antrag reichte das Geldinstitut am 19. März bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) ein.

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Bei dem Finanzprodukt handelt es sich um eine sogenannte “linked note”.  Derartige Anleihen sind an andere Finanzprodukte – in diesem Fall ein ETF – angebunden. Interessant dabei: Die Goldman Sachs Note ist ausgerechnet an das ARK Innovation ETF geknüpft; einem Fonds, der Verschränkungen zur Bitcoin-Ökonomie aufweist.

Ein ETF für “disruptive Innovation”

Der Ark Innovation ETF (Handelkürzel: ARKK) besteht bereits seit dem Jahr 2013. Das erklärte Ziel des aktiv verwalteten Börsenfonds sind Investitionen in Technologien und Unternehmen mit disruptivem Potenzial. Der ETF interessiert sich beispielsweise für den Energiesektor, Gentechnik, künstliche Intelligenz und eben auch für FinTechs und Kryptowährungen.  Im SEC-Antrag von Goldman Sachs heißt es dazu:

Der ETF kann ein Engagement in Kryptowährungen wie Bitcoin haben, und zwar indirekt über eine Anlage in einem Grantor Trust. Das Engagement des ETF in Kryptowährungen kann sich im Laufe der Zeit ändern und dementsprechend ist ein solches Engagement möglicherweise nicht immer im Portfolio des ETFs vertreten.

Was nach einer rein hypothetischen Krypto-Beteiligung klingt, besitzt tatsächlich Hand und Fuß.  Denn laut Medienberichten hält Ark Innovation Anteile an Grayscale. Der größte digitale Vermögensverwalter der Welt verfügt in seinem Bitcoin Trust über eine Rekordmenge an BTC. Besitzer der Goldman Sachs Note profitieren somit auf Umwegen von der Krypto-Ökonomie.

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Goldman Sachs nimmt Bitcoin ins Visier

Dass der Einstieg ins Bitcoin-Geschäft zu den Motiven für die Herausgabe der Note zählt, ist nicht von der Hand zu weisen. Schließlich hat in den USA bis lang kein vollwertiges Bitcoin ETF das Licht der Welt erblickt. Einer beachtlichen Menge an Anträgen zum Trotz erhielt noch keiner der vorgeschlagenen BTC-Börsenfonds von der SEC die Zulassung.

Goldman Sachs hat in dieser Situation einen kreativen Weg gefunden, um an der Börse von steigenden Bitcoin-Kursen zu profitieren. Dass die Investmentbank in puncto Kryptowährung Nr. 1 zu den Befürwortern zählt, bewies jüngst ihr Chief Operating Officer John Waldron. In einem Interview attestierte Waldron den eigenen Kunden nicht nur ein gesteigertes Bitcoin-Interesse, er versprach auch, diesem entgegenkommen. Seit Anfang März können Goldman-Sachs-Kunden derart erneut BTC-Derivate über die Trading Desk der Bank handeln.

Die neuerliche Haltung von Goldman Sachs ist dabei symptomatisch für eine allgemein einsetzende Bitcoin-Adaption unter den Institutionellen. Denn auch Morgan Stanley gab in der vergangenen Woche den Einstieg ins Bitcoin-Geschäft bekannt. Die Großbank möchte ihren Kunden Investitionen in BTC-Fonds ermöglichen. Dafür arbeitet sie mit dem Krypto-Unternehmen Galaxy Digital zusammen.

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