Nachdem die Rapper Kay One und Stard Ova mit “Wallet” bereits ein Loblied auf Bitcoin und Co. anstimmten, planen sie nun eine NFT-Version des Songs. Gegenüber BTC-ECHO erklärten die Künstler exklusiv, wie dieses Projekt umgesetzt werden soll.

Non-fungible-Token (NFT) sind in aller Munde. Vor allem die Musik- und Kunstbranche zeigt Interesse an den einzigartigen Token. So sprach BTC-ECHO erst vor kurzem mit der Kultband Scooter, die für ihr zwanzigstes Studioalbum im Vorfeld Fanartikel als NFT verkauften. Doch auch in anderen Musik-Genres macht sich die NFT-Euphorie breit, beispielsweise im Deutsch-Rap.

Nachdem die Rapper Kay One und Stard Ova in ihrem zuletzt erschienenen Song “Wallet” ein Loblied auf Bitcoin und Co. angestimmt hatten, lassen die Musiker ihren Worten Taten folgen und arbeiten gemeinsam mit ROBA Music, PMR Music und lisensed.rocks an einer NFT-Version des Songs, die bereits am morgigen 4. Mai erscheinen soll. Gegenüber BTC-ECHO erklärten Kay One, Stard Ova und ROBA-Geschäftsführer Christian Baierle, wie diese Idee entstanden ist und welche rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten sind.

“Elon Musk hat uns auf NFT aufmerksam gemacht”

Den Krypto-Space haben die beiden Künstler erst vor Kurzem für sich entdeckt. Dabei realisierten Kay One und Stard Ova schnell, dass der Bereich rund um Kryptowährungen enormes Potenzial besitzt. Daraus sei dann auch die Entscheidung hervorgegangen, mit dem Song “Wallet” die Thematik musikalisch in Szene zu setzen. Den Impuls zur Neuauflage des Musikstücks habe jedoch eine Elektroauto-bauende Koryphäe des Krypto-Space gegeben:

Wir sind durch Elon Musk darauf aufmerksam geworden, als er einen Song über NFT als NFT veröffentlicht hat. Da wir sowieso in Kryptos investiert sind und die Thematik sehr spannend finden, dachten wir uns, dass wir unseren Song “Wallet” nun auch als NFT veröffentlichen.

Stard Ova und Kay One gegenüber BTC-ECHO

Neben dem Song und dem Musikvideo enthält der NFT auch das Instrumental, welches sonst nirgendwo zu bekommen sei. Darüber hinaus halten Kay One und Stard Ova auch ein Album in NFT-Form für möglich. Ebenfalls verrieten die beiden Rapper BTC-ECHO, in welche Kryptowährungen sie bereits investiert haben. So lassen sich auf Kay One’s Wallet Bitcoin und Ethereum finden, während Stard Ova sein Krypto-Portfolio mit Bitcoin, Ethereum, Cardano und Safemoon etwas breiter diversifiziert hat. Um ihr aktuelles NFT-Projekt bestmöglich umzusetzen, haben sich die beiden Künstler mit dem Hamburger Label ROBA Music und dem Berliner Krypto-Unternehmen lisensed.rocks zusammen getan.

ROBA Music will “wegweisende Schritte” im NFT-Bereich gehen

ROBA sorgt dabei für die Einhaltung der gesamten Rechtekette nach branchenüblichem Standard. Wer an dem Prozess beteiligt ist und auf welche rechtlichen Aspekte es zu beachten gibt, erklärt ROBA-Geschäftsführer Christian Baierle

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Das betrifft vor allem die unterschiedlichen Beteiligten … dazu gehören Urheber, Verlage, Künstler und Labels. Diese müssen entsprechend ihrer prozentualen Anteile am Urheber- bzw. Verlagsrecht, sowie am Leistungsschutzrecht beteiligt werden. Dazu kommt, dass alle Beteiligten einer Verbreitung über einen NFT zustimmen müssen.

Christian Baierle gegenüber BTC-ECHO

Dabei sei zunächst entscheidend, welche Rechte überhaupt mit dem NFT übertragen werden können. Nach deutschem Recht ist das Urheberrecht beispielsweise nicht übertragbar, die damit verbundenen Nutzungsrechte aber schon. Stirbt beispielsweise ein Künstler, so verfallen die Nutzungsrechte 70 Jahre nach dem Tod und das Werk wird gemeinfrei. Würde der NFT dann seinen Wert verlieren, wenn die entsprechende Frist verstrichen wäre? Nein, meint Baierle. Der Wert eines NFT ergebe sich beispielsweise auch daraus, dass es sich bei dem Token ja um eine Art Sammelobjekt handle. Ähnliches gelte auch für Bild- und Fotokünstler.

Der Geschäftsführer des Hamburger Labels sehe die aktuelle Rechtslage im Urheberrecht zwar als dediziert ausgearbeitet an, dennoch wundere er sich, dass in bisher herausgegebenen Musik-NFT die Beteiligung der einzelnen Rechteinhaber nicht berücksichtigt worden sei. Mit der 50-jährigen Expertise im Musik-Business habe man das nötige Know-how, um in diesem Bereich wegweisende Schritte zu gehen.

“Lizenzierungen wieder einfacher machen”

Weiter erklärt Baierle, dass man mit lisensed.rocks den optimalen Partner gefunden habe, um das technische Grundgerüst für das angestrebte Vorhaben zu stellen. Die Mission des Berliner Krypto-Start-ups sei es, die Lizenzierungen in der Musikbranche wieder einfacher zu machen. Dieses Verfahren sei aktuell sehr komplex, meint Gründer Daud Zulfacar gegenüber BTC-ECHO:

Wir glauben, dass man fundiertes Branchenwissen braucht, um ein besseres Lizenzsystem für alle Beteiligten aufzubauen, deshalb freuen wir uns so gewaltig, mit Roba unseren Traumpartner gefunden zu haben. Der erste Launch mit PMR Music und einem so passenden Songtitel von Kay One und Stard Ova über Roba zeigt das Potenzial auf.

Daud Zulfacar

Die Musik- und Kunstbranche ist durch die Corona-Pandemie in Schieflage geraten. So sind zahlreiche Einkommenssäulen weggebrochen, die vorher einen Großteil der Einnahmen ausmachten, wie beispielsweise Touren oder Auftritte. Zudem empfinden immer mehr Künstler die Entlohnungssysteme der großen Streaminganbieter wie Spotify oder Apple Music als unfair. NFT könnten in diesem Zusammenhang die Rolle von Heilsbringern einnehmen, so die Hoffnung vieler Künstler. Laut Baierle seien die Möglichkeiten groß. Seiner Meinung nach wäre es schon ein Erfolg, wenn sich Musikkünstlern dadurch ein zusätzlicher Weg erschließe, um Ihren Lebensunterhalt durch Ihre Kunst bestreiten zu können.

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