Dfinity versucht, die Kritik an der Dezentralisierung und dem Datenschutz seines Internet-Computer-Protokolls auf Reddit zu zerstreuen. Die Dezentralisierung stehe absolut im Fokus des Projekts, so ein Forscher.

Dfinity, das Team hinter dem Internet-Computer-Protokoll (ICP), hat zuletzt vermehrt Kritik an seinen Datenschutzfunktionen einstecken müssen. Dazu nahm Difinitiy in einem “Ask Me Anything”-Thread auf Reddit Stellung. Das Team vertritt dort den Standpunkt, dass die Stiftung des Projekts nicht die Kontrolle über die Mehrheit der Stimmrechte hat. Die Dezentralisierung des Netzwerks habe nach wie vor höchste Priorität.

Das Projekt von Difinity zielt darauf ab, das öffentliche Internet durch ein verteiltes Netzwerk von Datenzentren, Knoten, Subnetzen und Benutzern zu ersetzen. Dessen Koordination soll das Network Nervous System (NNS) übernehmen. Das NNS entscheidet, welche Knoten dem Netzwerk von Dfinity beitreten können und erleichtert überdies die Kommunikation zwischen den verschiedenen Komponenten und Teilnehmern des ICP.

Ist Dfinitys Projekt ein “Wolf im Schafspelz”?

Das NNS ist jedoch insofern Gegenstand von Kritik, als bereits Bedenken hinsichtlich einer möglichen Zentralisierung geäußert wurden. Zudem basiert das Protokoll auf einem geschlossenen und patentierten Code. Einige haben Dfinity gegenüber Bedenken geäußert, dass die NNS-Stimmrechte im Laufe der Zeit anwachsen. Damit einher geht die Befürchtung, dass das System der Dfinity-Stiftung und ihren frühen Geldgebern garantiert, dass sie auch in Zukunft die zentrale Kontrolle über das Netzwerk behalten. Ein kritischer User bezeichnete das Projekt daher schon jetzt als “Wolf im Schafspelz”. Zu diesen Vorwürfen reagierte der Dfinity-Forscher Jens Camenisch wie folgt:

Das Endziel ist, dass der Internet-Computer vollständig dezentralisiert ist und nicht von Dfinity oder jemand anderem kontrolliert wird.

 
Source: BTC-ECHO

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