Es schien so, als könnte Adidas den Kampf um die Metaverse-Dominanz für sich gewinnen. Doch jetzt meldet sich Nike zu Wort.

Mit der Akquisition des NFT-Fashion-Produzenten RTFKT geht Nike einen weiteren Schritt in Richtung Metaverse. Der amerikanische Sportartikelhersteller möchte damit “die nächste Generation von Collectibles bereitstellen, die Kultur und Gaming verbinden”, erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

RTFKT wurde erst Anfang letzten Jahres von drei Freunden während der Corona-Pandemie gegründet. Das Unternehmen, welches laut eigenen Angaben “im Metaverse geboren” wurde, setzte sich zum Ziel, die NFT- und Gaming-Welt mit einzigartigen Turnschuhen und digitalen Artefakten zu vereinen.

“Diese Übernahme ist ein weiterer Schritt, der die digitale Transformation von Nike beschleunigt und es uns ermöglicht, Athleten und Kreative an der Schnittstelle von Sport, Kreativität, Gaming und Kultur zu bedienen”, sagte John Donahoe, Präsident und CEO von Nike, Inc. “Unser Plan ist es, in die Marke RTFKT zu investieren, ihre innovative und kreative Community zu betreuen und auszubauen und die digitale Präsenz und Fähigkeiten von Nike zu erweitern”, heißt es in der Meldung von Nike.

Auch RTFKT hofft, durch die Akquisition die Metaverse-Marke weiter vorantreiben zu können. “Nike ist die einzige Marke der Welt, die die tiefe Leidenschaft teilt, die wir alle für Innovation, Kreativität und Gemeinschaft haben, und wir freuen uns darauf, unsere Marke, die vollständig im Metaverse entstanden ist, weiter auszubauen”, erklärte Benoit Pagotto, einer der Co-Founder des Unternehmens.


Es wurde für den US-Sportartikelhersteller Zeit, sich in Sachen Metaverse mehr ins Zeug zu legen. Hauptkonkurrent Adidas konnte während der letzten Wochen mit einigen Verkündungen in dem Bereich glänzen. Zudem ziert nun ebenfalls ein Bored-Ape-NFT das Profilbild des deutschen Unternehmens auf Twitter.

Bei Nike blieb es in letzter Zeit jedoch still, obwohl das Metaverse schon Ende Oktober erobert schien. Zu dem Zeitpunkt reichte der amerikanische Sportartikelhersteller nämlich einen Antrag für “virtuelle Güter” – sprich: virtuelle Kleidungsstücke – beim Patent- und Markenamt ein.

Dabei hatte sich Nike schon im April 2019 in Richtung Digitalwelt positioniert. Damals beantragte das Unternehmen ein Patent auf “Cryptokicks”, mit der Idee, zu den physischen Turnschuhen gleichzeitig ein NFT herauszugeben. Ein Startdatum wurde jedoch bis dato nicht kommuniziert.

Sicher ist jedoch, dass es spannend bleiben wird, wer das Rennen um die Sportmode im Metaverse für sich entscheiden kann.