Der Bitcoin-Kurs ist aktuell im Sinkflug. Dennoch dürften sich viele fragen, ob es sich bei einem niedrigen Kurs lohnt, einzusteigen. Schließlich heißt es auch im klassischen Aktien-Jargon “buy low, sell high”.

In etwas zu investieren, was man nicht versteht, ist jedoch immer eine schlechte Idee. Für Krypto-Fans, die bereits tief in der Materie stecken, ist es manchmal schwer, den sogenannten “No-Coinern” in einfacher Sprache die Komplexität des digitalen Goldes näherzubringen.

Weg mit dem Bitcoin-Jargon

Darum ist es besonders wichtig, eine leichte Sprache zu verwenden und keinen Anspruch auf Vollständigkeit zu haben. Einige Details, wie etwa, wann das nächste BTC-Halving stattfindet oder welche Änderungen das Taproot Update im Bitcoin-Netzwerk mit sich gebracht hat, können erst einmal außen vor gelassen werden.

Die Version für Oma und Opa

Wir gehen in den Lebensmittelladen um die Ecke. Dort werden Produkte von Produzent:innen verkauft, die der Händler des Geschäfts zuvor dort eingekauft hat. Im Laden sind alle Lebensmittel ausgestellt und mit einem Preis versehen. An der Kasse kann man dann entsprechend bezahlen.

Mit der Blockchain-Technologie ist ebenfalls der Austausch von Gütern möglich. Dabei spielt sich jedoch alles digital ab. So müsste man durch die Blockchain nicht mehr zum Laden um die Ecke laufen, weil man durch die Technologie direkt mit dem Milchproduzierenden handelt, und den Zwischenschritt im Lebensmittelgeschäft überspringt.

Dies ist möglich, weil im Rahmen der Blockchain nicht nur eine Organisation das Sagen hat. Die Macht ist dabei auf alle Teilnehmer:innen verteilt – sei es der Bauer oder Hans Müller, der Milch für sein Kaffeekränzchen braucht. Die Blockchain funktioniert dabei als Kontenbuch, in dem alle Transaktionen niedergeschrieben sind.

Weil alle die gleichen Informationen über Käufe und Verkäufe haben, fallen Falschinformationen schnell auf und können abgelehnt werden. Auch nachträglich können Informationen über getätigte Geschäfte nicht verändert werden.

Auch für Bitcoin bildet die Blockchain-Technologie die Grundlage. Dabei ist Bitcoin digitale Währung und Zahlungssystem in einem. So ist man beispielsweise nicht mehr auf Banken angewiesen, die die Überweisungen ausführen – die Blockchain kommt eben ohne Mittelsmänner aus. Auch kann sich im Bitcoin-Netzwerk niemand querstellen: Es wird nicht vom Staat kontrolliert und ist damit sicher vor einer Zensur.

Die Version für Technologie-Affine

In dieser Version haben wir etwas mehr ausgeholt und einige Details der Blockchain-Technologie sowie Bitcoin erklärt. Mehr dazu lest ihr in der Slideshow.

Bitcoin: Eine Erklärung für Technologie-Affine

Die Version für Krypto-Interessierte

Für diejenigen, denen Bitcoin bereits bekannt ist, jedoch gerne einen Blick über den Tellerrand wagen möchten, sollten in unserer BTC-Academy vorbeischauen. Dort kann man sich von A wie Altcoin bis Z wie Zentralisierung informieren.

Wem das noch nicht ausreicht, dem sei das monatliche BTC-ECHO Magazin ans Herz gelegt. Dort findet ihr spannende Hintergrundberichte, Reportagen und Interviews zum Thema Bitcoin, Blockchain und Co.

Bitcoin FAQ

Warum braucht man überhaupt Bitcoin?

Bitcoin ist eine zensurresistente, dezentrale, transparente und länderübergreifende digitale Währung, die man zudem schnell und kostengünstig verwenden kann. Durch diese Eigenschaften sprechen viele von einer Demokratisierung des Geldes. Die Begrenzung auf 21 Millionen Bitcoin soll dem Netzwerk zudem zu einem deflationären Effekt verhelfen, das heißt, dass BTC durch diese Verknappung an Wert zunimmt.

Wer hat die Kontrolle über Bitcoin?

Generell sind es die Netzwerkteilnehmer:innen, die Entscheidungen für die Bitcoin-Blockchain demokratisch treffen. Verantwortlich für die Umsetzung diverser Entscheidungen sind die sogenannten “Bitcoin Core Maintainer”. Das ist eine kleine Gruppe von Entwicklern, die die Fähigkeit haben, den Bitcoin-Code im Sinne der Gemeinschaft zu verändern. Sie können bestimmte Anpassungen jedoch nur dann vornehmen, wenn die Community zuvor zugestimmt hat.

Wie sicher ist Bitcoin?

Durch die Kryptografie – die Wissenschaft der Ver- und Entschlüsselung – gilt die Blockchain als eine der sichersten Technologien überhaupt. Durch die dezentrale Natur von Bitcoin ist es beispielsweise sehr schwer bis unmöglich, das Netzwerk zu hacken. Weil nicht nur eine zentrale Einheit, sondern Zehntausende von Netzwerkknoten eine Kopie des Bitcoin-Codes besitzen, müsste ein Angriff auf all diese Teilnehmer:innen gleichzeitig erfolgen, was technisch so gut wie unmöglich ist.

Verbraucht das nicht Unmengen an Energie?

Ja, der Konsensmechanismus im Bitcoin-Netzwerk (Proof of Work) ist energieintensiv. Mit dieser Aussage hört die Diskussion jedoch noch lange nicht auf. Zum einen ist es sehr schwer, verlässliche Daten über den Energiekonsum Bitcoins zu finden und auch darüber, wie der Energiemix genau aussieht. Zum anderen muss man sich die Frage stellen, wofür man überhaupt bereit ist, Energie zu verbrauchen. So nimmt beispielsweise die jährliche Weihnachtsbeleuchtung in den USA deutlich mehr Energie in Anspruch.

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